ISTQB® GTB Standardglossar der Testbegriffe

Version 3.1 vom 15.04.2016

© ISTQB AISBL, German Testing Board e.V.

A
ablaufbasierter TestTesten mit dem Ziel festzustellen, ob die Komponente oder das System im Zusammenspiel mit neuen oder vorhandenen Benutzer-Geschäftsprozessen oder Betriebsprozessen arbeiten kann.
AblauftestEin Ansatz zum Komponentenintegrationstest, bei dem die fortlaufende Integration der Komponenten entsprechend der Umsetzung von Untermengen von Anforderungen durchgeführt wird, im Gegensatz zu der Integration nach Hierarchiestufen (Top-Down, Bottom-Up etc.).
AbnahmekriterienDiejenigen Kriterien, die ein System oder eine Komponente erfüllen muss, um durch den Benutzer, Kunden oder eine bevollmächtigte Instanz abgenommen zu werden. [Nach IEEE 610]
AbnahmetestFormales Testen hinsichtlich der Benutzeranforderungen und -bedürfnisse bzw. der Geschäftsprozesse. Es wird durchgeführt, um einem Auftraggeber oder einer bevollmächtigten Instanz die Entscheidung auf der Basis der Abnahmekriterien zu ermöglichen, ob ein System anzunehmen ist oder nicht. [Nach IEEE 610]
Abschluss der TestaktivitätenWährend des Abschlusses der Testaktivitäten werden die gesammelten Daten aus den abgeschlossenen Aktivitäten verwendet, um die Erfahrungen, und Testmittel, Fakten und Zahlen zu konsolidieren. Der Abschluss der Testaktivitäten umfasst die Konsolidierung und Archivierung der Testmittel und die Bewertung des Testprozesses einschließlich eines Testbewertungsberichtes. Siehe auch Testprozess.
abstrakter TestfallEin Testfall ohne konkrete Ein- und Ausgabewerte für Eingabedaten und vorausgesagte Ergebnisse. Er verwendet logische Operatoren, weil die konkreten noch nicht definiert oder verfügbar sind. Siehe auch konkreter Testfall.
AbweichungJedes Ereignis, welches während des Testens auftritt und weiterer Untersuchungen bedarf. [Nach IEEE 1008]
AbweichungsprotokollierungAufzeichnungen der Details einer beliebigen Abweichung, z.B. während des Testens.
Ad-hoc-TestenInformelles Testen, bei dem keine Testvorbereitung stattfindet und keine anerkannten Testentwurfsverfahren verwendet werden. Es werden keine erwarteten Ergebnisse vorab spezifiziert und die Testdurchführung erfolgt mehr oder minder improvisiert.
AffentestEin Test, bei dem aus einer größeren Menge von möglichen Eingaben diese zufällig ausgewählt und Tasten zufällig betätigt werden, unabhängig davon, wie das Produkt im Betrieb tatsächlich verwendet wird.
Agieren (IDEAL)Die Phase im IDEAL-Modell, in der die Verbesserungen entwickelt, in die Praxis umgesetzt und unternehmensweit eingesetzt werden. Die Agierenphase besteht aus den Aktivitäten: Lösung erstellen, Lösung erproben/testen, Lösung verfeinern und Lösung umsetzen. Siehe auch IDEAL.
agile SoftwareentwicklungEine auf iterativer und inkrementeller Entwicklung basierende Gruppe von Softwareentwicklungsmethoden, wobei sich Anforderungen und Lösungen durch die Zusammenarbeit von selbstorganisierenden funktionsübergreifenden Teams entwickeln.
Agiles ManifestEine Aussage über die Werte, die der agilen Softwareentwicklung zugrunde liegen. Diese Werte sind: Individuen und Interaktionen sind wichtiger als Prozesse und Werkzeuge, Reagieren auf Veränderungen ist wichtiger als die Befolgung eines Plans, Zusammenarbeit mit dem Kunden ist wichtiger als Vertragsverhandlungen, funktionierende Software ist wichtiger als umfassende Dokumentation.
agiles TestenTestvorgehensweise in einem Projekt mit agiler Softwareentwicklung, die Techniken und Methoden wie z.B. Extreme Programming (XP) einbindet, die Entwicklung als den Kunden des Testens ansieht, und die den Test-First-Entwicklungsansatz hervorhebt. Siehe auch testgetriebene Entwicklung.
AkteurBenutzer oder irgendeine andere Person oder ein System, welche mit dem zu testenden System auf eine bestimmte Art interagiert.
aktionswortgetriebener TestSiehe schlüsselwortgetriebener Test.
Alpha-TestTesten beim Hersteller durch potenzielle Kunden/Benutzer oder ein unabhängiges Testteam in einer Simulations- oder Nutzungsumgebung, die nicht anderweitig für die Entwicklung der Software genutzt wird. Ein Alpha-Test kann als interner Abnahmetest für Standardsoftware betrachtet werden.
AnalysatorSiehe statischer Analysator.
AnalysierbarkeitDie Fähigkeit eines Softwareprodukts, die Diagnose von Mängeln oder Ursachen von Fehlerwirkungen zu ermöglichen oder änderungsbedürftige Teile zu bestimmen. [ISO 9126] Siehe auch Wartbarkeit/Änderbarkeit.
analytische TeststrategieEine Teststrategie, bei der das Testteam die Testbasis analysiert um zu überdeckende Testbedingungen zu identifizieren.
analytisches TestenTesten, das auf einer systematischen Analyse von z.B. Produktrisiken oder Anforderungen basiert.
ÄnderungskontrolleSiehe Konfigurationskontrolle.
Änderungsmanagement(1) Ein strukturierter Ansatz, Personen, Teams und Organisationen vom aktuellen Zustand in einen gewünschten zukünftigen Zustand zu bringen. (2) Ein kontrollierter Weg, um eine (vorgeschlagene) Veränderung eines Produktes oder Dienstes umzusetzen. Siehe auch Konfigurationsmanagement.
AnforderungEine vom Benutzer benötigte Eigenschaft oder Fähigkeit, die eine Software erfüllen oder besitzen muss, um einen Vertrag, einen Standard, eine Spezifikation oder ein anderes formales Dokument zu erfüllen. [Nach IEEE 610]
anforderungsbasierter TestEin Ansatz zum Testen, der auf den Anforderungen basiert. Aus ihnen werden die Testziele und Testbedingungen abgeleitet. Dazu gehören Tests, die einzelne Funktionen tätigen oder solche, die nicht funktionalen Eigenschaften wie Zuverlässigkeit oder Benutzbarkeit untersuchen.
AnforderungsmanagementwerkzeugEin unterstützendes Werkzeug für die Erfassung, Kommentierung und Verwaltung von Anforderungen und deren zugeordnete Attribute (z.B. Priorität, Know-How-Träger). Es ermöglicht die Rückverfolgbarkeit über die Anforderungsstufen bis ins Änderungsmanagement der Anforderungen. Einige Anforderungsmanagementwerkzeuge erlauben statischen Analysen (z.B. Konsistenzprüfungen und die Aufdeckung der Abweichung von definierten Anforderungsregeln).
AnforderungsphaseEine Phase im Softwarelebenszyklus, in der die Anforderungen eines Softwareprodukts (ermittelt,) definiert und dokumentiert werden. [IEEE 610]
AngemessenheitDie Fähigkeit eines Softwareprodukts für spezifizierte Aufgaben und Zielsetzungen der Benutzer einen geeigneten Satz Funktionen zu liefern. [ISO 9126] Siehe auch Qualitätsmerkmal.
AngemessenheitstestTesten mit dem Ziel, die Angemessenheit eines Softwareprodukts zu bestimmen.
AngreiferEine Person oder ein Prozess, die bzw. der unberechtigt und in potenziell böser Absicht versucht, auf Daten, Funktionen oder zugriffsbeschränkte Bereiche des Systems zuzugreifen. Siehe auch Hacker
AngriffSiehe Fehlerangriff.
AngrifferkennungssystemEin System, das Aktivitäten auf den sieben Schichten des OSI-Modells von der Netzwerk- bis zur Anwendungsschicht überwacht, um Verstöße gegen die Sicherheitspolitik zu erkennen. Siehe auch Schadprogramm-Scan.
angriffsbasiertes TestenEin erfahrungsbasiertes Testverfahren, das Softwareangriffe nutzt, um Fehlerwirkungen, insbesondere solche im Bereich der Zugangssicherheit, zu erzeugen. Siehe auch Angriff.
AngriffsvektorEin Pfad oder ein Mittel, über den ein Angreifer mit böser Absicht Zugriff auf ein System erlangen kann.
AnomalieUnstimmigkeit, die durch Abweichung von (berechtigten) Erwartungen an das Softwareprodukt ausgelöst ist. Die Erwartungen können auf einer Anforderungsspezifikation, Entwurfsspezifikationen, Benutzerdokumentation, Standards, bestimmten Vorstellungen oder sonstigen Erfahrungen basieren. Anomalien können auch, aber nicht nur, durch Reviews, Testen, Analysen, Kompilierung oder die Benutzung des Softwareprodukts oder seiner Dokumentation aufgedeckt werden. [IEEE 1044] Siehe auch Fehlerzustand, Fehlhandlung, Fehlerwirkung, Abweichung, Problem.
AnpassbarkeitDie Fähigkeit eines Softwareprodukts, dass sie auf verschiedene Laufzeitumgebungen angepasst werden kann und dabei nur die Anpassungen vorzunehmen sind, die genau diesem Zweck dienen. [ISO 9126] Siehe auch Übertragbarkeit.
Anti-PatternWiederholte Aktion, Prozess, Struktur oder wiederverwendbare Lösung, die anfangs vorteilhaft erscheint und allgemein genutzt wird, die aber in der Praxis ineffektiv oder kontraproduktiv ist.
AntivirenprogrammSoftware, die bekannte Schadprogramme aufspürt und blockiert. Siehe auch Schadprogramm.
AnweisungSyntaktisch definierte Einheit einer Programmiersprache (z.B. Zuweisung an eine Variable), die typischerweise die kleinste, unteilbare ausführbare Einheit darstellt.
AnweisungstestEin White-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem die Testfälle auf das Ausführen von Anweisungen ausgelegt sind.
AnweisungsüberdeckungDer Anteil der Anweisungen, die durch eine Testsuite ausgeführt wurden, bezogen auf alle Anweisungen.
AnwendungsfallEine Folge von Vorgängen in einem Dialog zwischen einem Akteur und einer Komponente oder einem System, die zu einem konkretem Ergebnis führen. Ein Akteur kann dabei ein Benutzer sein, oder irgend etwas, was Informationen mit dem System austauschen kann.
anwendungsfallbasierter TestEin Black-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem Testfälle so entworfen werden, dass damit Szenarien der Anwendungsfälle durchgeführt werden.
APIAkronym für Application Programming Interface (Anwendungsprogrammierungsschnittstelle).
API-TestenTesten durch Senden von Kommandos an das zu testende System über die direkte Nutzung der Programmierschnittstelle der Applikaton.
Äquivalenter manueller TestaufwandAufwand, der benötigt wird, um die Tests manuell durchzuführen.
ÄquivalenzklasseTeil des Wertebereichs von Ein- oder Ausgaben, in dem ein gleichartiges Verhalten der Komponente oder des Systems angenommen wird, basierend auf der zugrunde liegenden Spezifikation.
ÄquivalenzklassenbildungEin Black-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem die Testfälle im Hinblick auf Äquivalenzklassenüberdeckung entworfen werden. Grundsätzlich werden Testfälle so ausgewählt, dass jede Äquivalenzklasse mindestens einmal abgedeckt wird.
ÄquivalenzklassenüberdeckungDer Anteil der Äquivalenzklassen, die durch eine ausgeführte Testsuite überdeckt werden.
ÄquivalenzpartitionSiehe Äquivalenzklasse.
ArbeitsergebnisJedes Ergebnis der Arbeit, das vom Ersteller an jemand anderen übergeben werden muss.
Assessment-BerichtEin Dokument, das die Ergebnisse eines Assessments zusammenfasst, z.B. Schlussfolgerungen, Empfehlungen und Befunde. Siehe auch Prozessbewertung.
AssessorEine Person, die ein Assessment durchführt, ein Mitglied eines Assessment-Teams.
atomare BedingungEine Bedingung die nicht mehr weiter zerlegt werden kann, d.h. eine Bedingung, die keine zwei oder mehr Einzelbedingungen enthält, die durch logische Operatoren (UND, ODER, EX-ODER) verbunden sind.
AttraktivitätDie Fähigkeit eines Softwareprodukts, für den Benutzer attraktiv zu sein. [ISO 9126] Siehe auch Benutzbarkeit.
AuditEin unabhängiges Testen von Softwareprodukten und -prozessen, um die Konformität mit Standards, Richtlinien, Spezifikationen, und/oder Prozeduren basierend auf objektiven Kriterien zu bestimmen, einschließlich der Dokumente, welche (1) die Gestaltung oder den Inhalt der zu erstellenden Produkte festlegen, (2) den Prozess der Erstellung der Produkte beschreiben (3) und spezifizieren, wie die Übereinstimmung mit den Standards und Richtlinien nachgewiesen bzw. gemessen werden kann. [IEEE 1028]
Audit TrailEin Pfad, bei dem der Prozess-Output als Startpunkt verwendet wird und durch den Prozess bis zum Beginn/Input (z.B. Daten) zurückverfolgt wird. Dies erleichtert die Überprüfung von Ergebnissen und erlaubt ein Prozess-Audit. [Nach TMap®]
AufrufgraphRepräsentation der Aufrufbeziehungen der Unterprogramme eines Programmes.
AusfallrateDas Verhältnis aus der Anzahl der Fehlerwirkungen einer bestimmten Kategorie zu einer vorgegebenen Maßeinheit (z.B. Anzahl der Fehlerwirkungen pro Zeitintervall, Fehlerwirkungen pro Anzahl von Transaktionen, Fehlerwirkungen pro Anzahl von Rechnerläufen). [IEEE 610]
AusfallsicherheitstestTesten durch Simulation von Ausfällen oder durch die Erzeugung tatsächlicher Ausfälle in einer kontrollierten Umgebung. Nach einem Ausfall wird der Ausfall-Umschalt-Mechanismus getestet, um sicherzustellen, dass keine Daten verloren gehen oder zerstört werden, und dass die vereinbarte Lieferbereitschaft erhalten bleibt (z.B. Verfügbarkeit der Funktionalität oder Antwortzeiten). Siehe auch Wiederherstellbarkeitstest.
ausführbare AnweisungEine Anweisung, die nach ihrer Kompilierung zu Objektcode zur Laufzeit Aktionen auf bzw. mit den Daten ausführen kann.
ausführbarer PfadEin Pfad, für den eine Menge von Eingabewerten und Vorbedingungen existiert, die den Pfad zur Ausführung bringen.
AusgabeEine Variable, die durch eine Komponente geschrieben wird (und innerhalb oder außerhalb einer Komponente gespeichert wird).
AusgabewertEin konkreter Wert einer Ausgabe. Siehe auch Ausgabe.
AusgabewertebereichDie Menge der Werte, aus der gültige Ausgabewerte ausgewählt werden können. Siehe auch Wertebereich.
AusgangskriterienSiehe Endekriterien.
ausgeführtEin Strukturelement (z.B. Anweisung, Entscheidung, ...) wird als ausgeführt bezeichnet, wenn Eingabewerte im Testfall seine Ausführung bewirken.
AusnahmebehandlungVerhalten einer Komponente oder eines Systems als Antwort auf fehlerhafte Eingaben durch einen Benutzer, eine andere Komponente, ein anderes System oder eine andere interne Fehlermeldung.
AustauschbarkeitDie Fähigkeit eines Softwareprodukts an Stelle einer anderen spezifizierten Software zum selben Zweck in der gleichen Umgebung genutzt zu werden. [ISO 9126] Siehe auch Übertragbarkeit.
AustrittspunktEine ausführbare Anweisung oder ein Prozessschritt, an dem ein gegebener Prozess enden soll.
AuswirkungsanalyseDie Untersuchung und Darstellung der Auswirkungen einer Änderung von spezifizierten Anforderungen auf die Entwicklungsdokumente, auf die Testdokumentation und auf die Komponenten.
AuthentifizierungEin Verfahren zur Ermittlung, ob die behauptete Identität einer Person oder eines Prozesses den Tatsachen entspricht. Siehe auch Berechtigung
automatisierte TestmittelTestmittel, z.B. in einer Skriptsprache formulierte Anweisungen, die im automatisierten Testen eingesetzt werden.
Automatisierung der TestdurchführungDie Verwendung einer Software, z.B. eines Capture/Replay-Werkzeugs, um die Ausführung von Tests zu steuern, tatsächliche mit erwarteten Ergebnissen zu vergleichen, die definierten Vorbedingungen herzustellen sowie weitere Testüberwachungs- und Berichtsfunktionen durchzuführen.
B
Back-to-Back-TestSiehe Mutationstest.
Balanced ScorecardEin strategisches Werkzeug zur Messung im Unternehmen, in wie weit die operationalen Aktivitäten mit deren Vorgaben im Hinblick auf Geschäftsvision und Strategie im Einklang sind. Siehe auch Unternehmensübersicht, Scorecard.
BasisblockEine Folge von einer oder mehreren aufeinanderfolgenden Anweisungen, welche keine Verzweigungen enthalten. Anmerkung: Ein Knoten in einem Kontrollflussgraphen repräsentiert einen Basisblock.
Basis-TestfallmengeEine aus der internen Struktur einer Komponente oder Spezifikation abgeleitete Menge von Testfällen, durch die eine 100% Überdeckung bzgl. eines spezifizierten Überdeckungskriteriums (z.B. Zweigüberdeckung) erreicht werden kann.
Bedingungs-/EntscheidungstestEin White-Box-Testentwurfsverfahren, in dem die Testfälle im Hinblick auf Bedingungsergebnisse und Entscheidungsausgänge entworfen werden.
Bedingungs-/EntscheidungsüberdeckungDer Anteil an allen Bedingungs- und Entscheidungsausgängen, die durch eine Testsuite ausgeführt wurden. 100% Bedingungs-/Entscheidungsüberdeckung schließt sowohl 100% Bedingungsüberdeckung als auch 100% Entscheidungsüberdeckung ein.
BedingungsergebnisDie Bewertung einer Bedingung zu WAHR oder FALSCH.
BedingungskombinationstestenSiehe Mehrfachbedingungstest.
BedingungskombinationsüberdeckungSiehe Mehrfachbedingungsüberdeckung.
BedingungstestEin White-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem Testfälle so entworfen werden, dass Bedingungsausgänge zur Ausführung kommen.
BedingungsüberdeckungDer Anteil der Teilbedingungsergebnisse, die durch eine Testsuite ausgeführt worden sind. 100% Bedingungsüberdeckung bedeutet, dass jede atomare Teilbedingung in jeder Entscheidung mindestens einmal mit True und einmal mit False ausgeführt wurde.
Benchmarktest(1) Ein Standard, gegen den Messungen oder Vergleiche gemacht werden können. (2) Test, der verwendet werden kann, um Komponenten oder Systeme gegeneinander oder gegen einen Standard wie in (1) zu vergleichen. [Nach IEEE 610]
BenutzbarkeitDie Fähigkeit eines Softwareprodukts, unter spezifizierten Bedingungen für einen Benutzer verständlich, erlernbar, anwendbar und attraktiv zu sein. [ISO 9126]
BenutzbarkeitstestTesten, um zu bestimmen, inwieweit ein Softwareprodukt unter spezifizierten Bedingungen für einen Benutzer verständlich, leicht erlernbar, leicht anwendbar und attraktiv ist. [Nach ISO 9126]
Benutzer-AbnahmetestAbnahmetest, der durch zukünftige Benutzer in einer (simulierten) betrieblichen Umgebung durchgeführt wird mit dem Fokus auf Benutzeranforderungen und -bedürfnisse.
benutzerbasierte QualitätEine Qualitätsdarstellung, bei der Qualität durch die Fähigkeit bestimmt wird, den Bedarf und die Wünsche der Benutzer zu erfüllen. Produkte oder Dienstleistungen, die den Bedarf der Benutzer nicht erfüllen, werden kaum Nutzer finden. Das ist ein kontextabhängiger, möglicher Ansatz zur Qualität, da unterschiedliche Geschäftsmerkmale unterschiedliche Qualitäten eines Produkts erfordern. [Nach Garvin] Siehe auch herstellungsbasierte Qualität, produktbasierte Qualität, transzendenzbasierte Qualität, wertbasierte Qualität.
BenutzertestTest, bei dem reale Benutzer die Benutzbarkeit einer Komponente oder eines Systems bewerten.
beratungsunterstützte TeststrategieEine Teststrategie, bei der das Testteam auf die Informationseingaben eines oder mehrerer Stakeholder vertraut um die Details der Teststrategie zu bestimmen.
beratungsunterstütztes TestenTesten, das von geeigneten Experten außerhalb des Testteams angeleitet und beraten wird (z.B. von Experten der Technologie oder des Geschäftsbereiches).
BerechtigungEinem Benutzer oder Prozess erteilte Erlaubnis zum Zugriff auf bestimmte Ressourcen. Siehe auch Authentifizierung.
Best PracticeEine überlegene Methode oder innovative Vorgehensweise, die zu einer gesteigerten Leistungsfähigkeit einer Organisation unter gegebenen Bedingungen beiträgt. Üblicherweise herrscht bei vergleichbaren Unternehmen Einigkeit darüber, was jeweils Best Practice ist.
bestandenEin Test wird als bestanden bezeichnet, wenn das tatsächliche mit dem vorausgesagten Ergebnis übereinstimmt.
bestanden/nicht bestanden-KriterienRegeln, die dazu dienen, für ein Testobjekt entscheiden zu können, ob ein Test bestanden oder nicht bestanden wurde. [IEEE 829]
BestätigungstestSiehe Fehlernachtest.
bestimmende BedingungsüberdeckungSiehe modifizierte Bedingungs-/Entscheidungsüberdeckung.
bestimmender BedingungstestSiehe modifizierter Bedingungs-/Entscheidungstest.
Beta-TestTesten oder testweiser Betrieb eines Softwareprodukts durch repräsentative Kunden/Benutzer in der Einsatzumgebung des Kunden/Benutzers, um zu ermitteln, ob eine Komponente oder ein System die Kundenbedürfnisse erfüllt und zu den Geschäftsprozessen passt. Mit einem Beta-Test wird eine Art externer Abnahmetest durchgeführt, um vor der endgültigen Freigabe eine Rückmeldung vom Markt einzuholen.
betrieblicher AbnahmetestEin Betriebstest innerhalb des Abnahmetests, üblicherweise in einer (simulierten) Produktionsumgebung durch den Betreiber und/oder Administrator durchgeführt, mit Schwerpunkt bei den operationalen Aspekten, z.B. Wiederherstellbarkeit, Ressourcenverwendung, Installierbarkeit und technische Kompatibilität. Siehe auch Operationaler Test.
BetriebsfähigkeitstestSiehe Wartbarkeitstest.
BetriebstestTest, der durchgeführt wird, um eine Komponente oder ein System in ihrer operativen Umgebung (Arbeits- bzw. Produktivumgebung) zu bewerten. [IEEE 610]
BewertungssitzungEine Sitzung am Ende eines Projekts, bei der die Mitglieder des Projektteams das Projekt rückblickend bewerten und aus den Erfahrungen für die nächsten Projekte lernen.
Big-Bang-IntegrationstestEin Ansatz des Integrationstests, bei welchem verschiedene Software- und Hardwareelemente in einem großen Schritt zu einer Komponente oder einem Gesamtsystem integriert werden, anstatt sie schrittweise zu integrieren. [Nach IEEE 610] Siehe auch Integrationstest.
Black-Box-TestFunktionales oder nicht-funktionales Testen ohne Nutzung von Informationen über Interna eines Systems oder einer Komponente.
Black-Box-TestentwurfsverfahrenEin Verfahren zur Herleitung und Auswahl von Testfällen. Es basiert auf einer Analyse der funktionalen oder nicht-funktionalen Anforderungen (Spezifikationen) einer Komponente oder Systems ohne Berücksichtigung ihrer internen Struktur.
Black-Box-VerfahrenSiehe Black-Box-Testentwurfsverfahren.
blockierter TestfallZur Durchführung eingeplanter Testfall, der nicht ausgeführt werden kann, weil die Voraussetzungen für seine Ausführung nicht erfüllt sind.
Bot-NetzEin Netzwerk von kompromittierten Computern, den sogenannten Bots (aus Englisch: robot), die unter der Kontrolle einer dritten Partei stehen, mit dem Ziel, Schadsoftware oder Spam zu versenden, oder Angriffe auszulösen.
Bottom-Up-IntegrationstestEin inkrementeller Ansatz zum Integrationstest, bei dem die Komponenten der untersten Ebene zuerst getestet werden, um sie dann beim Testen von Komponenten höherer Ebenen zu nutzen. Dieses Verfahren wird bis zur Komponente an der Spitze der Hierachie wiederholt. Siehe auch Integrationstest.
Breitband-DelphiEin expertenbasiertes Verfahren zur Testschätzung, mit dem Ziel, durch Einbeziehung von Teammitgliedern zu einer möglichst genauen Schätzung zu kommen.
Build-VerifizierungstestEine Menge von automatisierten Tests, welche die Integrität jedes neuen Builds validieren, und ihre Kernfunktionalität, Stabilität und Testbarkeit verifizieren. Es handelt sich um eine verbreitete Industriepraxis bei häufigen Builds (z.B. in agilen Projekten). Er wird bei jedem neuen Build vor der Freigabe für weitere Tests durchgeführt. Siehe auch Smoke-Test.
Burndown-ChartEin öffentlich zugängliches Diagramm, das ausstehende Aufwände gegenüber der Zeit in einem Sprint (Iteration) zeigt. Es zeigt Status und Trend der Erledigung der Tasks in einem Sprint. Die X-Achse repräsentiert typischerweise die Tage in einem Sprint, während die Y-Achse die offenen Aufwände darstellt (üblicherweise entweder in Nettoarbeitszeit oder in Story-Points).
BVTAkronym für Build-Verifizierungstest.
C
Capability Maturity Model IntegrationEin Rahmenwerk, das Schlüsselelemente einer effektiven Softwareentwicklung und -wartung beschreibt. Capability Maturity Model Integration deckt Best Practice-Ansätze für die Planung, das Engineering und das Management einer Softwareentwicklung und -wartung ab.
Capture/Replay-WerkzeugSiehe Mitschnittwerkzeug.
CASEAbkürzung für Computer Aided Software Engineering.
CASTAbkürzung für Computer Aided Software Testing.
Change Control BoardSiehe Konfigurationskontrollboard.
ChartaSiehe Test-Charta.
Checklisten-basiertes TestenEin erfahrungsbasiertes Testentwurfsverfahren, bei dem der erfahrene Tester eine Liste von Kontrollpunkten nutzt, die beachtet, überprüft oder in Erinnerung gerufen werden müssen, oder eine Menge von Regeln oder Kriterien gegen die ein Produkt verifiziert werden muss. Siehe auch erfahrungsbasiertes Testen.
Chow´s ÜberdeckungsmetrikSiehe N-Switch-Überdeckung.
Clear-Box-TestSiehe White-Box-Test.
CLIAkronym für Command-Line Interface (Kommandozeilenschnittstelle).
CLI-TestenTesten durch Senden von Kommandos an eine Komponente oder ein System über die Nutzung einer speziell dafür vorgesehenen Kommandozeilenschnittstelle.
CMMIAkronym für Capability Maturity Model Integration.
Co-abhängiges VerhaltenExzessive emotionale oder psychologische Abhängigkeit von einer anderen Person, speziell durch den Versuch, das derzeitige (ungewünschte) Verhalten dieser Person zu ändern während man sie unterstützt, das derzeitige Verhalten fortzusetzen. Beispiel: Ein Tester beschwert sich über die verspätete Übergabe der Software, ist aber eigentlich ganz froh darüber, weil er somit als Held durch Zusatzarbeit den Termin noch retten kann.
CodeAnweisungen und Datendefinitionen einer Programmiersprache (Quellcode) oder wie sie durch einen Assemblierer, Compiler oder einen anderen Übersetzer erzeugt werden. [IEEE 610]
codebasierter TestSiehe White-Box-Testentwurfsverfahren.
CodeüberdeckungEine Analysemethode, die bestimmt, welche Teile einer Software durch eine Testsuite ausgeführt wurden und welche Teile nicht ausgeführt wurden, z.B. Anweisungs-, Entscheidungs- und Bedingungsüberdeckung.
CompilerEin Softwarewerkzeug, welches ein Programm, geschrieben in einer höheren Programmiersprache, in eine Maschinensprache transformiert. [IEEE 610]
Computer-ForensikDas Vorgehen zur Feststellung, wie ein Sicherheitsangriff gelingen konnte, und die Bewertung des verursachten Schadens.
Critical Testing ProcessesEin inhaltsbasiertes Modell für Testprozesse, das auf zwölf kritischen Prozessen aufgebaut ist. Diese enthalten gut sichtbare Prozesse, durch welche Mitarbeiter und das Management die Kompetenz und die erfolgskritischen Prozesse bewerten können, deren Leistungsfähigkeit den Gewinn und den Ruf des Unternehmens beeinflusst. Siehe auch Inhaltsbasiertes Modell.
CTPAkronym für Critical Testing Processes .
D
Daily BuildProzess in der Entwicklung, bei dem ein vollständiges System täglich (oftmals über Nacht) neu übersetzt und gebunden wird, damit jederzeit ein konsistentes System einschließlich seiner letzten Änderungen verfügbar ist.
DashboardEine Darstellung der dynamischen Messung der operationalen Leistung von Unternehmen oder Aktivitäten. Dazu werden visuelle Darstellungen der Metriken mittels Zeiger- oder Zählerinstrumenten genutzt, die an das Amaturenbrett eines Autos erinnern, so dass der Effekt von Ereignissen oder Aktivitäten leicht verstanden und zu operationalen Zielen in Beziehung gesetzt werden kann. Siehe auch Unternehmens-Dashboard, Scorecard.
DatenbankintegritätstestTesten der Methoden und Prozesse für den Zugriff und die Administration der Datenbank. Dies umfasst die Prüfung, dass Zugriffsmethoden, Prozesse und Integritätsregeln wie erwartet funktionieren und durch einen Datenbankzugriff Daten nicht beschädigt, unerwartet gelöscht, geändert oder neu angelegt werden.
DatendefinitionEine ausführbare Anweisung, bei der einer Variablen ein Wert zugewiesen wird.
DatenflussEine abstrakte Darstellung der Abfolge von Zustandsänderungen eines Datenobjekts, bei der die Zustände des Objekts sind: Definition/Neuanlage, Verwendung oder Löschung. [Beizer]
DatenflussanalyseStatisches Analyseverfahren, das auf der Definition und Verwendung von Variablen basiert und fehlerhafte Zugriffssequenzen auf die Variablen des Testobjekts nachweist.
DatenflusstestEin White-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem Testfälle entworfen werden, um Definition-Verwendungspaare von Variablen auszuführen.
DatenflussüberdeckungDer Anteil der Definition-Verwendungspaare, die durch eine Testsuite ausgeführt werden.
datengetriebenes TestenEin skriptbasiertes Verfahren, bei dem die Testeingaben und vorausgesagten Ergebnisse in einer (Kalkulations-) Tabelle gespeichert werden, sodass ein Steuerungsskript alle Tests in der Tabelle ausführen kann. Datengetriebenes Testen wird oft unterstützend beim Einsatz von Testausführungswerkzeugen wie Mitschnittwerkzeugen verwendet. [Fewster und Graham] Siehe auch schlüsselwortgetriebener Test.
DatenmaskierungTransformation von Daten, die es den Menschen schwer macht, die Originaldaten zu erkennen.
DatenqualitätEine Dateneigenschaft, welche die Richtigkeit bezüglich vorgegebener Kriterien angibt, z.B. Geschäftserwartungen, Anforderungen an Datenintegrität oder Datenkonsistenz.
DatenschutzDer Schutz personenbezogener oder in sonstiger Weise sensibler Information vor unerwünschter Offenlegung.
DDPAkronym für Fehlerfindungsrate.
dd-PfadEin Pfad zwischen zwei Entscheidungen eines Algorithmus, bzw. zwischen zwei Entscheidungsknoten eines zugehörigen Graphen, der keine weiteren Entscheidungen beinhaltet. Siehe auch Pfad.
DebuggerSiehe Debugging-Werkzeug.
DebuggingTätigkeit des Lokalisierens/Identifizierens, Analysierens und Entfernens der Ursachen von Fehlerwirkungen in der Software.
Debugging-WerkzeugEin Entwicklungswerkzeug, das benutzt wird, um Fehlerwirkungen zu reproduzieren und Zustände von Programmen und ihre korrespondierenden Fehlerzustände zu untersuchen. Mit einem Debugger können Entwickler ein Programm Schritt für Schritt ausführen, an einer beliebigen Stelle anhalten und den Wert von Variablen setzen bzw. sich den aktuellen Wert anzeigen lassen.
Defekt-TaxonomieSiehe Fehlertaxonomie.
Definition-VerwendungspaarDie Verknüpfung einer Definition einer Variablen (im Sinne einer Wertzuweisung) mit einer nachfolgenden Verwendung dieser Variablen in der dynamischen Ausführung. Variablenverwendungen können in Berechnungen sein (z.B. Multiplikation) oder die Ausführung von Pfaden steuern (prädikative Verwendung).
DemingkreisEin iterativer Problemlösungsprozess, der aus vier Phasen besteht (planen, ausführen, überprüfen, umsetzen) und typischerweise in der Prozessverbesserung genutzt wird. [Nach Deming]
Diagnose (IDEAL)Die Phase im IDEAL-Modell, in welcher der derzeitige Stand bestimmt wird (in Relation zum angestrebten Stand). Die Diagnose-Phase enthält die Aktivitäten: derzeitigen und angestrebten Stand beschreiben und Empfehlungen entwickeln. Siehe auch IDEAL.
DienstblockadeEin Sicherheitsangriff mit dem Ziel, das System mit Anfragen so zu überlasten, dass es berechtigte Anfragen nicht mehr bedienen kann.
DMZAkronym für Demilitarized zone (entmilitarisierte Zone).
DokumentationstestTesten der Qualität der Dokumentation, z.B. des Benutzer- oder Installationshandbuchs.
DOSAkronym für Denial of Service (Dienstblockade).
DreipunktschätzungEin Verfahren zur Schätzung des Testens, das für das betrachtete Thema drei Schätzwerte jeweils für den besten Fall, den schlimmsten Fall und den höchstwahrscheinlichsten Fall benutzt, um den Grad der Gewissheit des Schätzungsergebnisses zu bestimmen.
dynamische AnalyseProzess der Bewertung des Verhaltens (z.B. Speichereffizienz, CPU-Nutzung) eines Systems oder einer Komponente während der Nutzung. [Nach IEEE 610]
dynamischer TestPrüfung des Testobjekts durch Ausführung auf einem Rechner.
dynamischer VergleichVergleich der tatsächlichen mit den vorausgesagten Ergebnissen, ausgeführt zur Laufzeit, z.B. durch ein Testausführungswerkzeug.
dynamisches AnalysewerkzeugEin Werkzeug, das zur Ausführungszeit Informationen über den Programmcode bereitstellt. Solche Werkzeuge werden meistens genutzt, um undefinierte Zeiger zu identifizieren, Zeigerberechnungen zu prüfen und die Speicherzuteilung, -verwendung und -freigabe zu überwachen und Speicherengpässe zu kennzeichnen.
E
EffektivitätDie Fähigkeit, ein beabsichtigtes Ergebnis zu erzielen. Siehe auch Effizienz.
Effizienz(1) Die Fähigkeit eines Softwareprodukts, unter festgelegten Bedingungen eine angemessene Leistung zu erbringen, bezogen auf den Umfang der eingesetzten Betriebsmittel. [ISO 9126] (2) Die Fähigkeit eines Prozesses die angedachte Leistung zu erbringen, bezogen auf den Umfang der eingesetzten Betriebsmittel.
EffizienztestEin Test, mit dem die Effizienz eines Softwareprodukts ermittelt wird.
EFQMAkronym für European Foundation for Quality Management Exzellenzmodell.
EingabeEine Variable, die durch eine Komponente eingelesen wird (unabhängig davon, ob sie innerhalb oder außerhalb der Komponente gespeichert wird).
EingabewertEine Instanz einer Eingabe. Siehe auch Eingabe.
EingabewertebereichDie Menge der Werte, aus der gültige Eingabewerte ausgewählt werden können. Siehe auch Wertebereich.
EingangskriterienDie Menge der generischen und spezifischen Bedingungen, die es in einem Prozess ermöglichen, mit einer bestimmten Aktivität fortzuschreiten, z.B. mit einer Testphase. Der Zweck von Eingangskriterien ist, die Durchführung der Aktivität zu verhindern, wenn dafür ein höherer Mehraufwand benötigt (verschwendet) wird als für die Schaffung der Eingangskriterien. [Gilb und Graham]
eingebettete iterative EntwicklungEin Entwicklungslebenszyklus-Untermodell, das innerhalb eines übergeordneten sequenziellen Modells einen iterativen Ansatz beim detaillierten Design, bei der Kodierung und beim Testen nutzt. In diesem Falle werden die übergeordneten Designdokumente für das gesamte Projekt erstellt und genehmigt, aber das tatsächliche detaillierte Design, die Codierung und das Testen werden in Iterationen durchgeführt.
eingefrorene TestbasisEin Testbasisdokument, das nur durch einen formalen Änderungsprozess angepasst werden darf. Siehe auch Referenzkonfiguration.
EintrittspunktEine ausführbare Anweisung oder ein Prozessschritt, an dem ein gegebener Prozess beginnen soll.
Eintrittswahrscheinlichkeit des RisikosDie geschätzte Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Risiko eintritt.
elementarer VergleichstestEin Black-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem die Testfälle im Hinblick auf Kombinationen von Eingaben nach dem Konzept der modifizierten Bedingungs-/Entscheidungsüberdeckung entworfen werden. [TMap]
E-Mail-EinfangenVorgehen zum Erwerb von E-Mail-Adresslisten, um Massen-E-Mails an diese zu verschicken.
emotionale IntelligenzDie Fähigkeit und Fertigkeit, eigene und fremde Gefühle sowie Gefühlszustände von ganzen Gruppen zu erkennen, zu bewerten und mit ihnen umzugehen.
EMTEAkronym für Equivalent Manual Test Effort (äquivalenter maueller Testaufwand).
EmulatorEin Gerät, Computerprogramm oder System, das die gleichen Eingaben akzeptiert und die gleichen Ausgaben wie ein gegebenes System erzeugt. [IEEE 610] Siehe auch Simulator.
EndekriterienDie Menge der abgestimmten generischen und spezifischen Bedingungen, die von allen Beteiligten für den Abschluss eines Prozesses akzeptiert wurden. Endekriterien für eine Aktivität verhindern es, dass die Aktivität als abgeschlossen betrachtet wird, obwohl Teile noch nicht fertig sind. Endekriterien werden in Berichten referenziert und zur Planung der Beendigung des Testens verwendet. [Nach Gilb und Graham]
entgangener FehlerEin Fehlerzustand, der in einer früheren Teststufe nicht entdeckt wurde, obwohl jene Teststufe solche Fehler aufdecken sollte. Siehe auch Fehlerfindungsrate.
entmilitarisierte ZoneEin physikalisches oder logisches Teil-Netzwerk, das die nach außen gerichteten Dienste eines Unternehmens enthält und einem nicht vertrauenswürdigen Netzwerk, in der Regel dem Internet, zugänglich macht. Siehe auch Netzwerkzone.
EntscheidungEine Stelle in einem Programm, an der der Kontrollfluss in zwei oder mehrere alternative Wege verzweigen kann. Ein Knoten mit zwei oder mehreren ausgehenden Kanten.
EntscheidungsausgangDas Ergebnis einer Entscheidung, das den einzuschlagenden Weg im Kontrollfluss bestimmt.
EntscheidungstabelleEine Tabelle von Regeln, die jeweils aus einer Kombination von Bedingungen (z.B. Eingaben und/oder Auslösern) und den dazugehörigen Aktionen (z.B. Ausgaben und/oder Wirkungen) bestehen. Entscheidungstabellen können zum Entwurf von Testfällen verwendet werden.
EntscheidungstabellentestEin Black-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem Testfälle im Hinblick auf die Ausführung von Regeln einer Entscheidungstabelle entworfen werden. [Egler63] Siehe auch Entscheidungstabelle.
EntscheidungstestEin White-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem Testfälle im Hinblick auf die Überdeckung der Entscheidungsausgänge entworfen werden.
EntscheidungsüberdeckungDer Anteil an Entscheidungsausgängen, die durch eine Testsuite geprüft wurden. 100% Entscheidungsüberdeckung schließt sowohl 100% Zweigüberdeckung als auch 100% Anweisungsüberdeckung ein.
EntwicklungstestFormelles oder informelles Testen, das während der Entwicklung einer Komponente/eines Systems durchgeführt wird, gewöhnlich durch Entwickler in der Entwicklungsumgebung. [Nach IEEE 610] Siehe auch Komponententest.
entwurfsbasierter TestEin Ansatz zum Testen, bei dem Testfälle auf der Basis der Architektur und/oder des detaillierten Entwurfs einer Komponente oder eines Systems entworfen werden, wie z.B. Test der Schnittstellen zwischen Komponenenten oder Systemen sein.
erfahrungsbasiertes TestenTesten, das auf der Erfahrung, dem Wissen und der Intuition des Testers basiert.
erfahrungsbasiertes TestentwurfsverfahrenVorgehensweise, mit der Testfälle aus den Erfahrungen, dem Wissen und der Intuition der Tester abgeleitet und/oder ausgewählt werden.
erfahrungsbasiertes VerfahrenSiehe erfahrungsbasiertes Testentwurfsverfahren.
erfolgreich bestandener TestSiehe bestanden.
ErgebnisDas Ergebnis der Ausführung eines Tests. Dazu gehören die Bildschirmausgaben, Datenänderungen, Berichte und versendete Mitteilungen. Siehe auch Istergebnis, vorausgesagtes Ergebnis.
ErkundungDie Erforschung eines Zielgebietes mit der Absicht, nützliche Information für einen Angriff zu gewinnen.
ErlernbarkeitDie Fähigkeit eines Softwareprodukts, einem Benutzer das Erlernen der Anwendung leicht zu machen. [ISO 9126] Siehe auch Benutzbarkeit.
erschöpfender TestTestansatz, bei dem die Testsuite alle Kombinationen von Eingabewerten und Vorbedingungen umfasst.
erwartetes VerhaltenSiehe vorausgesagtes Ergebnis.
Etablieren (IDEAL)Die Phase im IDEAL-Modell, in der im Detail geplant wird, wie das Unternehmen seine Ziele erreichen will. Die Etablierungsphase besteht aus den Aktivitäten: Prioritäten setzen, Vorgehen entwickeln und Aktionen planen. Siehe auch IDEAL.
ethischer HackerEin Sicherheitstester, der Hacker-Verfahren benutzt.
European Foundation for Quality Management ExzellenzmodellEin unverbindliches Rahmenwerk für Qualitätsmanagementsysteme von Unternehmen, welches durch die European Foundation for Quality Management (EFQM) definiert und verwaltet wird. Es basiert auf den fünf Befähigern (die das abdecken, was eine Organisation tut) und den vier Ergebniskriterien (die das abdecken, was eine Organisation erreicht).
exploratives TestenEin informelles Testentwurfsverfahren, bei dem der Tester den Entwurf der Tests aktiv steuert, indem er testet und die Informationen, die er während des Testens erhält, zum Entwurf neuer besserer Tests verwendet. [Nach Bach]
Extreme ProgrammingEine Softwareentwicklungsmethode, die innerhalb der agilen Softwareentwicklung angewandt wird. Die Kernpraktiken sind das Programmieren in Paaren, umfangreiche Code-Reviews, Unit-Tests für den gesamten Code, sowie Einfachheit und Klarheit des Codes. Siehe auch agile Softwareentwicklung.
F
falsch negatives ErgebnisEin Ergebnis, das einen Fehlerzustand nicht anzeigt, obwohl der Fehlerzustand im Testobjekt enthalten ist.
falsch positives ErgebnisEin Testergebnis, das einen Fehlerzustand anzeigt, obwohl der Fehlerzustand nicht im Testobjekt enthalten ist.
FeatureEin Attribut einer Komponente oder eines Systems, spezifiziert oder abgeleitet aus der Anforderungsspezifikation (z.B. Zuverlässigkeit, Benutzbarkeit oder Entwurfsrestriktionen). [Nach IEEE 1008]
Feature-getriebene EntwicklungEin iterativ inkrementeller Softwareentwicklungsprozess, der mit Blick auf die Funktionalitäten mit Kundenwert (Features) betrieben wird. Feature-getriebene Entwicklung wird meist bei agiler Softwareentwicklung genutzt. Siehe auch agile Softwareentwicklung.
Fehler- und AbweichungsberichtEin Dokument, das ein Ereignis auflistet, welches während des Testens aufgetreten ist und untersucht werden muss. [Nach IEEE 829]
Fehler- und AbweichungsmanagementDer Prozess der Erkennung, Untersuchung, Maßnahmenergreifung und Behebung von Fehlerzuständen und Abweichungen. Dazu gehört Protokollierung, Klassifizierung und Analyse der Auswirkung von Fehlerzuständen und Abweichungen. [Nach IEEE 1044]
Fehler- und AbweichungsmanagementwerkzeugEin Werkzeug zur Aufzeichnung und Statusverfolgung von Fehlerzuständen und Abweichungen während des Testens. Es enthält oft eine Workflow-Komponente, um die Sammlung, Korrektur und den Fehlernachtest von Vorfällen/Abweichungen verfolgen, steuern und über Berichtsfunktionen darstellen zu können. Siehe auch Fehlermanagementwerkzeug.
FehlerangriffGezielter Versuch, ein bestimmtes Qualitätsmerkmal eines Testobjekts zu bewerten, indem versucht wird, spezifische Fehlerwirkungen zu provozieren. Meistens liegt der Schwerpunkt auf Zuverlässigleit oder Sicherheit (im Sinne von Zugriffsschutz). Siehe auch Negativtest, Sicherheitsangriff
FehlerartEin Element in der Fehlertaxonomie. Fehlertaxonomien können nach verschiedenen Aspekten bestimmt werden, unter Anderem nach: Phase oder Entwicklungsaktivität, in der der Fehlerzustand entstanden ist, z.B. ein Spezifikationsfehler oder ein Kodierfehler, Charakterisierung des Fehlers, z.B. ein "um-eins-daneben" Fehler, Unkorrektheit, z.B. ein falscher Relationsoperator, ein Syntaxfehler in der Programmiersprache oder eine ungültige Annahme, Performanzprobleme, z.B. übermäßige Ausführungszeit oder unzureichende Verfügbarkeit.
FehlerauswirkungDas physikalische oder funktionale Erscheinungsbild eines Fehlers. So kann eine Fehlerauswirkung zu einer langsamen Ausführung, zu inkorrekten Ausgaben oder zu einem Abbruch der Ausführung führen. [IEEE 610]
fehlerbasiertes TestentwurfsverfahrenEin Testentwurfsverfahren, bei dem die Testfälle im Hinblick auf die Aufdeckung von bestimmten Fehlerarten entworfen werden, ausgehend von Kenntnissen über diese Fehlerarten. Siehe auch Fehlertaxonomie.
fehlerbasiertes VerfahrenSiehe fehlerbasiertes Testentwurfsverfahren.
Fehlerbaum-AnalyseEin Verfahren zur Ursachenanalyse von Fehlerzuständen. Das Verfahren stellt anschaulich dar, wie logische Zusammenhänge von Fehlerzuständen, Fehlhandlungen, und externen Ereignissen zu spezifischen Fehlerwirkungen führen können.
FehlerberichtEin Dokument, das über einen Fehlerzustand einer Komponente oder eines Systems berichtet, der dazu führen kann, dass System oder Komponente die geforderte Funktion nicht erbringt. [Nach IEEE 829]
FehlerdichteDie Anzahl der Fehlerzustände, die in einer Komponente oder einem System identifiziert wurden, dividiert durch die Größe der Komponente oder des Systems. Die Größe wird mit bekannten Maßen ausgedrückt, z. B. über die Anzahl Codezeilen oder über Funktionspunkte.
Fehlerdichte des AutomatisierungscodesFehlerdichte einer Komponente des Testautomatisierungscodes.
Fehlereindämmung innerhalb der PhaseDer Anteil der Fehlerzustände, die in derselben Phase des Softwareprozesses behoben werden, in welcher diese verursacht wurden.
FehlereinfügenDas absichtliche Einfügen von Fehlern in ein System mit dem Zweck, herauszufinden, ob das System den Fehler entdecken und sich möglicherweise wiederherstellen kann. Fehlereinfügung beabsichtigt die Imitation von Fehlern wie sie im produktiven Einsatz vorkommen können. Siehe auch Fehlertoleranz.
FehlereinpflanzungDas absichtliche Hinzufügen von bekannten Fehlerzuständen zu einer Komponente oder einem System, um aus dem Anteil der aufgedeckten bekannten Fehlerzustände eine Schätzung über die verbliebenen Fehlerzustände machen zu können . Fehlereinpflanzung ist i.d.R. Teil des Entwicklungstests und kann auf jeder Teststufe (Komponente, Integration, System) durchgeführt werden. [Nach IEEE 610]
FehlereinpflanzungswerkzeugEin Werkzeug zur Einpflanzung (d.h. zum beabsichtigten Einfügen) von Fehlerzuständen in eine Komponente oder ein System.
FehlerfindungsrateAnzahl der Fehlerzustände, die in einer Teststufe gefunden wurden, dividiert durch die Gesamtzahl der Fehlerzustände, die in dieser Teststufe und danach mit jeglichen Mitteln gefunden wurden.
Fehlerkategoriesiehe Fehlerart.
FehlermanagementProzess der Erkennung, der Analyse, der Bearbeitung und des Abschlusses eines aufgedeckten Fehlerzustands. Er umfasst Aufzeichnung, Klassifizierung und die Identifikation der Auswirkungen. [Nach IEEE 1044]
Fehlermanagement-AusschussEine bereichsübergreifende Gruppe von Stakeholdern, die gemeldete Fehler managen, von ihrer ersten Entdeckung bis zur endgültigen Lösung (ihre Behebung, Zurückstellung oder Stornierung). In manchen Fällen ist es dasselbe Team wie das Konfigurationskontrollboard.
FehlermanagementwerkzeugEin Werkzeug zur Aufzeichnung und Statusverfolgung von Fehlerzuständen und Änderungen. Es enthält oft eine Workflow-Komponente, um die Zuweisung, Korrektur und den Fehlernachtest von Fehlern verfolgen, steuern und über Berichtsfunktionen darstellen zu können. Siehe auch Fehler- und Abweichungsmanagementwerkzeug.
FehlermaskierungEin Umstand, bei dem ein Fehlerzustand die Aufdeckung eines anderen verhindert. [Nach IEEE 610]
Fehler-Möglichkeits- und Einfluss-AnalyseEin systematischer Ansatz zur Risikoidentifikation sowie zur Analyse möglicher Fehler(aus)wirkungen und zu ihrer Vermeidung. Siehe auch Fehler-Möglichkeits-, Einfluss- und Kritikalitäts-Analyse.
Fehler-Möglichkeits-, Einfluss- und Kritikalitäts-AnalyseEine Erweiterung von FMEA, die über die FMEA hinaus eine Kritikalitätsanalyse enthält, die die Wahrscheinlichkeit der Fehlermöglichkeiten der Schwere ihrer Wirkung gegenüberstellt. Das Ergebnis hebt die Fehlermöglichkeiten mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit und ernsten Auswirkung hervor, um den Aufwand zur Abhilfe gezielt dort zu erbringen, wo der größte Nutzen erzielt wird. Siehe auch Fehler-Möglichkeits- und Einfluss-Analyse.
FehlernachtestDie Wiederholung aller Testfälle, die vor der Fehlerkorrektur eine Fehlerwirkung erzeugt haben. Sie dient der Überprüfung, ob die Korrektur des ursächlichen Fehlerzustands erfolgreich war.
FehlerschweregradDer Grad der Auswirkungen, den ein Fehlerzustand auf Entwicklung oder Betrieb einer Komponente oder eines Systems hat. [Nach IEEE 610]
FehlertaxonomieEine systematische Liste von Fehlerarten mit ihrer hierarchischen Gliederung in Fehlerkategorien. Sie dient der Klassifikation von Fehlerzuständen.
FehlertoleranzDie Fähigkeit eines Softwareprodukts, ein spezifiziertes Leistungsniveau auch bei Fehlfunktionen oder trotz Fehleingaben (z. B. falsche Bedienung) aufrecht zu erhalten. [ISO 9126] Siehe auch Zuverlässigkeit, Robustheit.
Fehler-Triage-AusschussSiehe Fehlermanagement-Ausschuss.
FehlerverfolgungswerkzeugSiehe Fehlermanagementwerkzeug.
FehlerwirkungAbweichung einer Komponente/eines Systems von der erwarteten Lieferung, Leistung oder dem Ergebnis. [Nach Fenton]
FehlerzustandDefekt (innerer Fehlerzustand) in einer Komponente oder einem System, der eine geforderte Funktion des Produkts beeinträchtigen kann, z.B. inkorrekte Anweisung oder Datendefinition. Ein Fehlerzustand, der zur Laufzeit angetroffen wird, kann eine Fehlerwirkung einer Komponente oder Systems verursachen.
FehlhandlungDie menschliche Handlung, die zu einem falschen Ergebnis führt. [Nach IEEE 610]
FehlschlagEin Test schlägt fehl, wenn das aktuelle Ergebnis nicht mit dem vorausgesagten Ergebnis übereinstimmt.
FeldtestSiehe Beta-Test.
FertigungsabnahmetestAbnahmetest, der von Mitarbeitern der Lieferantenorganisation am Standort der Produktentwicklung durchgeführt wird, um festzustellen, ob eine Komponente oder ein System die Anforderungen erfüllt, normalerweise Hardware als auch Software beinhaltend.
FirewallEine Komponente oder eine Gruppe von Komponenten, welche die ein- und ausgehende Netzwerkkommunikation anhand von vorgegebenen Sicherheitsregeln kontrolliert.
FischgrätendiagrammSiehe Ursache-Wirkungs-Diagramm.
FMEAAkronym für Fehler-Möglichkeits- und Einfluss-Analyse.
FMECAAkronym für Fehler-Möglichkeits-, Einfluss- und Kritikalitäts-Analyse.
formales ReviewEine Reviewtechnik, die durch ein dokumentiertes Vorgehen und Anforderungen charakterisiert ist, z.B. eine Inspektion.
FPAAkronym für Funktionspunktanalyse.
funktionale AnforderungAnforderung, die ein funktionales Verhalten spezifiziert, die ein System oder eine Systemkomponente ausführen können muss. [IEEE 610] Siehe auch Funktionalität.
funktionale IntegrationEin Ansatz zur Integration, bei dem Komponenten oder Systeme mit der Absicht kombiniert werden, eine Basisfunktionalität früh bereit zu stellen. Siehe auch Integrationstest.
funktionale SicherheitDie Fähigkeit eines Softwareprodukts, akzeptable Stufen des Risikos der Gefährdung von Menschen, von Unternehmen, von Software, von Vermögen oder von der Umwelt in einem spezifizierten Fall der Anwendung zu erreichen. [ISO 9126]
funktionales TestenTesten, das auf der Analyse der funktionalen Spezifikation einer Komponente oder eines Systems basiert. Siehe auch Black-Box-Test.
funktionales TestentwurfsverfahrenEin Verfahren zur Herleitung und Auswahl von Testfällen, das auf der Analyse der funktionalen Spezifikation einer Softwarekomponente oder eines Softwaresystems basiert, ohne Bezug auf dessen innere Struktur. Siehe auch Black-Box-Testentwurfsverfahren.
FunktionalitätDie Fähigkeit eines Softwareprodukts beim Einsatz unter spezifizierten Bedingungen Funktionen zu liefern, die festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse erfüllen. [ISO 9126]
FunktionalitätstestTesten, um die Funktionalität eines Softwareprodukts zu bestimmen.
FunktionspunktanalyseEine Methode, die darauf abzielt, den Umfang der Funktionalität eines Informationssystems zu messen. Die Messung ist unabhängig von der Technologie. Sie kann als Basis zur Messung der Produktivität verwendet werden, zur Schätzung der benötigten Ressourcen und zur Projektsteuerung.
Fuzz-TestenEin Testverfahren zur Entdeckung von Sicherheitsschwachstellen durch die massenhafte Eingabe von zufälligen Daten (Fuzz genannt) in die Komponente oder das System.
G
Gefährdung durch BetriebsangehörigeEine Gefährdung der Sicherheit, die innerhalb eines Unternehmens entsteht, oft durch einen berechtigten Systembenutzer.
GefährdungsanalyseEin Verfahren zur Beschreibung der Risikobestandteile. Entsprechend dem Ergebnis der Gefährlichkeitsanalyse sind für das System geeignete Entwicklungs- und Testverfahren einzusetzen. Siehe auch Risikoanalyse.
GenauigkeitDie Fähigkeit eines Softwareprodukts, die richtigen oder vereinbarten Ergebnisse oder Wirkungen mit dem benötigten Grad an Genauigkeit zu liefern. [ISO 9126] Siehe auch Funktionalität.
GenauigkeitstestTesten, um die Genauigkeit eines Softwareprodukts zu bestimmen. Siehe auch Genauigkeit.
Generische TestautomatisierungsarchitekturEine Darstellung der Schichten, Komponenten und Schnittstellen einer Testautomatisierungsarchitektur, die einen strukturierten und modularen Ansatz ermöglicht, um Testautomatisierung umzusetzen.
geschäftsprozessbasierter TestEin Ansatz zum Testen, bei dem der Testentwurf auf Beschreibungen und/oder auf der Kenntnis von Geschäftsprozessen basiert.
Glass-Box-TestSiehe White-Box-Test.
Goal Question MetricEin Ansatz zur Messung von Software, das ein dreistufiges Modell verwendet: Die konzeptionelle Ebene (Goal), die operationelle Ebene (Question) und die quantitative Ebene (Metric).
GQMAkronym für Goal Question Metric.
Grad der IntrusionGrad zu dem ein Testobjekt geändert wird, um es in Bezug auf seine Testbarkeit anzupassen.
GrenzwertEin Ein- oder Ausgabewert, der am Rand einer Äquivalenzklasse liegt oder im kleinstmöglichen inkrementellen Abstand auf der einen oder anderen Seite vom Rand, z.B. der kleinste und der größte Wert eines Bereichs.
GrenzwertanalyseEin Black-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem die Testfälle unter Nutzung von Grenzwerten entworfen werden. Siehe auch Grenzwert.
GrenzwertüberdeckungDer Anteil der Grenzwerte, die durch eine Testsuite ausgeführt werden.
GrundursacheDie Ursache eines Fehlerzustands. Wenn man sie behebt, dann wird das Vorkommen der Fehlerart reduziert oder eliminiert. [CMMI]
GrundursachenanalyseEine Analysetechnik, die die Grundursachen von Fehlerzuständen identifizieren soll. Dadurch, dass man die Korrekturmaßnahmen auf Grundursachen ausrichtet, soll die Wahrscheinlichkeit des Wiederauftretens eines Fehlerzustands minimiert werden.
GUIAbkürzung von Graphical User Interface (graphische Benutzeroberfläche).
GUI TestenTesten durch Interaktion mit der Komponente oder dem System über die grafische Benutzeroberfläche.
GutachterEine Person, die im Rahmen eines Review Anomalien in einem Produkt oder Projekt identifiziert und beschreibt. Gutachtern (auch Reviewer genannt) können unterschiedliche Sichtweisen und Rollen in einem Reviewprozess zugewiesen werden.
H
HackerEine Person oder ein Unternehmen, die bzw. das aktiv an Sicherheitsangriffen beteiligt ist, üblicherweise in böswilliger Absicht. Siehe auch Angreifer.
Hardware-Software IntegrationstestTesten mit der Absicht, Fehlerzustände in den Schnittstellen und im Zusammenspiel zwischen Hardware- und Softwarekomponenten aufzudecken.
HashfunktionAbbildung einer Zeichenkette variabler Länge auf einen normalerweise kürzeren Wert oder Schlüssel mit fester Länge. Die Hash-Werte werden üblicherweise in Tabellen- oder Datenbanksuchen verwendet. Kryptographische Hashfunktionen werden zur Sicherung von Daten gebraucht.
HauptleistungsindikatorSiehe Leistungsindikator.
herstellungsbasierte QualitätEine Qualitätssicht, bei der Qualität dadurch gemessen wird, inwieweit Produkte oder Dienstleistungen dem beabsichtigten Entwurf entsprechen oder die spezifizierten Anforderungen erfüllen. Qualität entsteht durch den genutzten Prozess oder die genutzten Prozesse. [Nach Garvin] Siehe auch produktbasierte Qualität, transzendenzbasierte Qualität, benutzerbasierte Qualität, wertebasierte Qualität.
heuristische EvaluationSpezifische Form eines Reviews auf Benutzbarkeit, wobei die Gutachter die Benutzerschnittstelle oder deren Design prüfen, um ihre Konformität zu anerkannten Grundsätzen der Ergonomie (den Heuristiken) zu bewerten.
horizontale RückverfolgbarkeitDas Verfolgen von Anforderungen einer Teststufe über die Ebenen der Testdokumentation (z.B. Testkonzept, Testentwurfsspezifikation, Testfallspezifikation, Testablaufspezifikation oder Testskripte).
HyperlinkEin Verweis in einer Webseite, der zu einer anderen Webseite oder einer anderen Stelle der Webseite führt.
Hyperlink TestwerkzeugEin Werkzeug, das überprüft, ob es ungültige Verweise auf einer Webseite gibt.
I
IDEALEin Verbesserungsmodell für Unternehmen, das als Orientierungshilfe für das Aufsetzen, die Planung und die Durchführung von Verbesserungsmaßnahmen dient. Das IDEAL-Modell ist nach den fünf Phasen benannt, die es beschreibt: Initiating (Initiierung), Diagnosing (Diagnose), Establishing (Etablieren), Acting (Agieren) und Learning (aus Erfahrung lernen): Änderungen in den Ebenen der Entwicklungsdokumente, Testdokumente und Komponenten werden bewertet, bevor eine vorgegebene Änderung der spezifizierten Anforderungen implementiert wird.
IndikatorEin Maß, das benutzt werden kann, um ein anderes Maß abzuschätzen oder vorherzusagen. [ISO 14598]
IndividualsoftwareSoftware, die für einen einzelnen oder eine kleine Gruppe von Kunden oder Benutzer entwickelt wird. Das Gegenstück ist Standardsoftware.
InformationsschutzMaßnahmen, die Informationen und Informationssysteme durch die Sicherstellung ihrer Verfügbarkeit, Integrität, Echtheit, Vertraulichkeit und Zweifelsfreiheit schützen und verteidigen. Solche Maßnahmen umfassen Vorkehrungen zur Wiederherstellung eines Informationssystems durch Fähigkeiten zum Schutz, zur Aufdeckung und zur Reaktion auf Beeinträchtigungen. [NIST.IR.7298]
InformationssicherheitDer Schutz von Informationen und Informationssystemen vor unberechtigtem Zugriff, Nutzung, Offenlegung, Störung, Änderung oder Zerstörung, um deren Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit zu gewährleisten. [NIST.IR.7298]
informelles ReviewReview ohne festgelegten formalen (dokumentierten) Ablauf.
Inhaltsbasiertes ModellEin Prozessmodell, dass eine detaillierte Beschreibung von guten Engineering-Praktiken, wie z.B. Testpraktiken, liefert.
InhaltsreferenzmodellSiehe inhaltsbasiertes Modell
Initiierung (IDEAL)Die Phase innerhalb des IDEAL-Modells, in der die grundlegende Arbeit für ein erfolgreiches Verbesserungsvorhaben gelegt wird. Die Initiierungsphase besteht aus den Aktivitäten: Zusammenhang herstellen, Sponsoring aufbauen und Infrastruktur errichten. Siehe auch IDEAL.
inkrementeller TestTest, bei dem die Komponenten oder Systeme integriert werden und einzeln oder in Gruppen getestet werden, bis alle Komponenten oder Systeme integriert und getestet sind.
inkrementelles EntwicklungsmodellEin Entwicklungsmodell, bei dem ein größeres Projekt als Serie von Inkrementen entwickelt wird, von denen jedes einen Teil der gesamten Anforderungen an das Projekt umsetzt. Die Anforderungen werden dabei priorisiert und in entsprechender Reihenfolge in den Inkrementen ausgeliefert. In einigen, aber nicht in allen Versionen dieses Modells durchläuft jedes Inkrement ein "Mini-V-Modell" mit den Phasen Entwurf, Implementierung und Testen.
Insourcing des TestensTesten durch Personen, die am selben Ort wie das Projektteam tätig sind, aber nicht Mitarbeiter des gleichen Unternehmens sind.
InspektionEine Reviewart, die Mängel durch die Sichtprüfung von Dokumenten finden soll. Solche Mängel können sein: Nicht-Einhaltung von Entwicklungsstandards, Nicht-Konformität gegenüber zugrundeliegenden Dokumenten. Es ist die formalste Reviewtechnik und sie folgt deshalb einem dokumentierten Vorgehen. [Nach IEEE 610, IEEE 1028] Siehe auch Peer Review.
InspektorSiehe Gutachter.
InstallationsanleitungAls Installationsanleitung bezeichnet man die auf einem geeigneten Medium mitgelieferten Instruktionen, die durch den Installationsprozess führen. Das können sein: eine textuelle Beschreibung, eine ausführbare Installationsprozedur oder eine ähnliche Prozessbeschreibung.
InstallationstestTesten der Installierbarkeit eines Softwareprodukts. Siehe auch Portabilitätstest.
InstallationswizardAls Installationswizard bezeichnet man auf einem geeigneten Medium ausgelieferte Software, die durch den Installationsprozess führt. Normalerweise wird damit die Installation ausgeführt. Während der Installation können Optionen gesetzt werden, und beim Abschluss der Installation werden Rückmeldungen über das Ergebnis ausgegeben.
InstallierbarkeitDie Fähigkeit eines Softwareprodukts, in einer spezifizierten Umgebung installierbar zu sein. [ISO 9126] Siehe auch Übertragbarkeit.
InstrumentiererEin Softwarewerkzeug, das für die Instrumentierung verwendet wird.
Instrumentierung(Werkzeuggestütztes) Einfügen von Protokoll- oder Zählanweisungen in den Quell- und/oder Objektcode eines Testobjekts, um während der Ausführung Informationen über das Programmverhalten zu sammeln. Damit lässt sich beispielsweise die Codeüberdeckung messen.
IntegrationDer Prozess der Verknüpfung von Komponenten zu größeren Gruppen.
IntegrationstestTesten mit dem Ziel, Fehlerzustände in den Schnittstellen und im Zusammenspiel zwischen integrierten Komponenten aufzudecken. Siehe auch Komponentenintegrationstest, Systemintegrationstest.
InteroperabilitätDie Fähigkeit eines Softwareprodukts, mit einer oder mehreren spezifizierten Komponenten zusammenzuwirken. [Nach ISO 9126] Siehe auch Funktionalität.
InteroperabilitätstestTesten zur Bestimmung der Interoperabilität eines Softwareprodukts. Siehe auch funktionales Testen, Interoperabilität.
intuitive TestfallermittlungEin Testentwurfsverfahren, bei dem die Erfahrung und das Wissen der Tester genutzt werden, um vorherzusagen, welche Fehlerzustände in einer Komponente oder einem System aufgrund der Fehlhandlungen vorkommen könnten, und um Testfälle so abzuleiten, dass diese Fehlerzustände aufgedeckt werden.
Ishikawa-DiagrammSiehe Ursache-Wirkungs-Diagramm.
IsolationstestTesten von einzelnen Komponenten getrennt von anderen Komponenten ihrer Umgebung. Falls notwendig, werden Komponenten der Umgebung durch Treiber und Platzhalter simuliert.
IstergebnisIm Test beobachtetes/erzeugtes Verhalten einer Komponente oder eines Systems unter festgelegten Bedingungen.
iteratives EntwicklungsmodellEin Entwicklungsmodell, bei dem das Projekt in eine größere Anzahl von Iterationen aufgeteilt wird. Eine Iteration ist ein vollständiger Entwicklungszyklus, der eine (interne oder externe) Freigabe eines ausführbaren Produkts ergibt. Dieses Produkt ist eine Teilmenge des zu entwickelnden Endprodukts. Die Entwicklung schreitet von Iteration zu Iteration bis zum Endprodukt hin fort.
K
KlassifikationsbaumEin Baum, der Äquivalenzklassen hierarchisch gliedert, und der in der gleichnamigen Verfahren zum Entwurf von Testfällen genutzt wird. Siehe auch Klassifikationsbaumverfahren.
KlassifikationsbaumverfahrenEin Black-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem die durch einen Klassifikationsbaums dargestellten Testfälle so entworfen werden, dass Kombinationen der Repräsentanten von Eingabe- und/oder Ausgabebereichen (Äquivalenzklassen) ausgeführt werden. [Grochtmann]
KoexistenzDie Fähigkeit eines Softwareprodukts, mit anderer Software in einer gemeinsamen Umgebung die gemeinsamen Ressourcen zu teilen. [ISO 9126] Siehe auch Portabilitätstest.
kombinatorisches TestenEin Verfahren zur Festlegung einer geeigneten Menge von Kombinationen aus Parameterwerten oder Parameterbereichen, um einen vorher festgelegten Überdeckungsgrad zu erreichen, wenn man ein Objekt mit mehreren Parametern testet und wenn die Werte dieser Parameter zu mehr Kombinationen führen als mit vertretbarem Aufwand in der zur Verfügung stehenden Zeit getestet werden kann. Siehe auch Klassifikationsbaumverfahren, n-weises Testen, paarweises Testen, Testen mit orthogonalen Arrays.
kommerzielle StandardsoftwareSiehe Standardsoftware.
KompabilitätstestSiehe Interoperabilitätstest.
KomparatorSiehe Testkomparator.
KomplexitätSchwierigkeitsgrad, mit dem der Entwurf und/oder die interne Struktur einer Komponente oder eines Systems zu verstehen, zu warten und zu prüfen ist. Siehe auch zyklomatische Komplexität.
Komponente(1) Kleinste Softwareeinheit, die für sich getestet werden kann. (2) Kleinste Softwareeinheit, für die eine separate Spezifikation verfügbar ist.
KomponentenintegrationstestTesten wird durchgeführt mit dem Ziel, Fehlerzustände in den Schnittstellen und dem Zusammenwirken der integrierten Komponenten aufzudecken.
KomponentenspezifikationDie Beschreibung der Funktionalität einer Komponente in Form der Vorgabe von Ausgabewerten für spezifizierte Eingabewerte unter spezifizierten Bedingungen sowie der geforderten nicht funktionalen Eigenschaften (z.B. Ressourcennutzung).
KomponententestTesten einer (einzelnen) Komponente. [Nach IEEE 610]
KonfidenzintervallZeitraum beim Management der Projektrisiken, in dem eine Korrekturmaßnahme implementiert werden muss, damit diese zur Minderung der Risikoauswirkungen wirksam wird.
KonfigurationDie Anordnung eines Computersystems bzw. einer Komponente oder eines Systems, wie sie durch Anzahl, Beschaffenheit und Verbindungen seiner Bestandteile definiert ist.
KonfigurationsauditPrüfung des Inhalts von Bibliotheken hinsichtlich der Konfigurationsobjekte, z.B. auf Konformität mit Standards. [IEEE 610]
KonfigurationsbuchführungEin Element des Konfigurationsmanagements, bestehend aus der Informationsaufzeichnung und Berichterstattung, um eine Konfiguration effektiv zu managen. Diese Information enthält eine Liste der freigegebenen Konfigurationsidentifizierung, den Status der vorgeschlagenen Konfigurationsänderungen und den Umsetzungsstatus der freigegebenen Änderungen. [IEEE 610]
KonfigurationsidentifikationBestandteil des Konfigurationsmanagements, bestehend aus der Festlegung der Konfigurationsobjekte eines Systems und der Aufzeichnung ihrer funktionalen und physischen Eigenschaften in einer technischen Dokumentation. [IEEE 610]
KonfigurationskontrollboardEine Gruppe von Personen, die verantwortlich ist für die Bewertung und Freigabe/Nichtfreigabe der Implementierung von vorgeschlagenen Änderungen an freigegebenen Konfigurationsobjekten und für die Sicherstellung der freigegebenen Änderungen. [IEEE 610]
KonfigurationskontrolleBestandteil des Konfigurationsmanagements, bestehend aus der Bewertung, Koordination, Freigabe oder Nichtfreigabe der Implementierung von Änderungen an den Konfigurationsobjekten nach der Etablierung der Identifikation der Konfiguration. [IEEE 610]
KonfigurationsmanagementTechnische und administrative Maßnahmen zur Identifizierung und Dokumentation der fachlichen und physischen Merkmale eines Konfigurationsobjekts, zur Überwachung und Protokollierung von Änderungen solcher Merkmale, zum Verfolgen des Änderungsprozesses, Umsetzungsstatus und zur Verifizierung der Übereinstimmung mit spezifizierten Anforderungen. [IEEE 610]
KonfigurationsmanagementwerkzeugEin Werkzeug zur Unterstützung der technischen und administrativen Maßnahmen des Konfigurationsmanagements. Es schließt die Freigabe einer Bezugskonfiguration ein, die aus Konfigurationsobjekten besteht. Siehe auch Konfigurationsmanagement.
KonfigurationsobjektEine Zusammenstellung von Hardware, Software oder beidem, die im Konfigurationsmanagement festgelegt ist und als atomarer Baustein im Konfigurationsmanagementprozess betrachtet werden kann. [IEEE 610]
KonfigurationstestSiehe Portabilitätstest.
KonformitätDie Fähigkeit eines Softwareprodukts, anwendungsspezifische Normen oder Vereinbarungen oder gesetzliche Bestimmungen und ähnliche Vorschriften zu erfüllen. [ISO 9126]
KonformitätstestTesten mit dem Ziel, die Konformität einer Komponente oder eines Systems zu bestimmen.
konkreter TestfallEin Testfall mit konkreten Werten für Eingaben und vorausgesagte Ergebnisse. Logische Operanden der abstrakten Testfälle werden durch konkrete Werte ersetzt. Siehe auch abstrakter Testfall.
kontinuierliches ModellEin Reifegradmodell, in dem die Reifegrade zu einer empfohlenen Reihenfolge von Verbesserungsmaßnahmen in den verschiedenen Prozessbereichen führen. [CMMI]
KontrolldiagrammEin Werkzeug mit dem man darstellen und überwachen kann, ob ein Prozess statistisch kontrolliert ist. Es stellt grafisch den Mittelwert dar sowie die obere und untere Kontrollgrenze für den Prozess.
KontrollflussEine Abfolge von Ereignissen (Pfaden) während der Ausführung einer Komponente oder Systems.
KontrollflussanalyseStatisches Analyseverfahren, das auf einer Darstellung von Pfaden (Ereignisfolgen) in der Ausführung einer Komponente oder eines Systems basiert. Die Kontrollflussanalyse evaluiert die Integrität von Kontrollflussstrukturen mit dem Ziel, Anomalien wie Endlosschleifen oder logisch nicht erreichbare Prozessschritte zu finden.
KontrollflussgraphEine abstrakte Repräsentation von allen möglichen Sequenzen von Ereignissen (Pfaden) der Ausführung in einer Komponente oder einem System.
KontrollflusspfadSiehe Pfad.
KontrollflusstestEin Ansatz für White-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem Testfälle erstellt werden, um bestimmte Abfolgen von Ereignissen auszuführen. Es gibt verschiedene Verfahren zum Kontrollfluss-Testen, z.B. Entscheidungstesten, Bedingungstesten und Pfadtesten, die jede ihre eigenen Verfahren und ihr Maß an Überdeckung haben. Siehe auch Entscheidungstest, Bedingungstest, Pfadtest.
KonvergenzmetrikEine Metrik, welche die Annäherung an einen definierten Wert zeigt, z.B. die Konvergenz der Gesamtzahl der durchgeführten Testfälle gegen die Gesamtzahl der zur Durchführung geplanten Testfälle.
KonvertierungstestTesten von Software, die verwendet wird, um Daten zu konvertieren (z.B. von einem vorhandenen System zur Verwendung in einem das alte System ersetzenden System).
kritischer ErfolgsfaktorEin notwendiges Element zur Zielerfüllung einer Organisation oder eines Projektes. Kritische Erfolgsfaktoren sind diejenigen kritischen Faktoren oder Aktivitäten, die für die Sicherstellung des Erfolges erforderlich sind.
KundenakzeptanztestAbnahmetest durch repräsentative Kunden/Benutzer in der Einsatzumgebung des Kunden/Benutzers, um vor der endgültigen Freigabe eine Rückmeldung vom Markt einzuholen und das Interesse des potenziellen Kunden zu erzeugen.
kundenindividuelle SoftwareSiehe Individualsoftware.
L
LastprofilEine Spezifikation der Arbeitslast, die eine Komponente oder ein System in Produktion erfährt. Ein Lastprofil besteht aus einer bestimmten Anzahl von virtuellen Benutzern, die eine definierte Menge von Transaktionen in einem vorgegebenen Zeitraum und entsprechend eines vorgegebenen Nutzungsprofils durchführen. Siehe auch Nutzungsprofil.
LasttestEine Art von Performanztest, die das Systemverhalten eines System oder einer Komponente in Abhängigkeit steigender Systemlast (z.B. Anzahl parallele Benutzer, und/oder Anzahl Transaktionen) misst, um zu bestimmen, welche Last durch ein System oder eine Komponente bewältigt werden kann. Siehe auch Performanztest, Stresstest.
LasttestwerkzeugEin Werkzeug zur Unterstützung des Lasttests, welches ansteigende Last simulieren kann, z.B. die Anzahl gleichzeitiger Benutzer und/oder Transaktionen innerhalb einer gewissen Zeitraums. Siehe auch Performanztestwerkzeug.
LCSAJLCSAJ (Linear Code Sequence and Jump) enthält drei Bestandteile (identifiziert durch eine Zeilennummer im Quellcode): - den Start einer linearen Folge von ausführbaren Anweisungen, - das Ende der linearen Folge von Anweisungen - und das Sprungziel, zu dem der Kontrollfluss am Ende der linearen Folge von Anweisungen verzweigt.
LCSAJ ÜberdeckungDer Anteil der LCSAJs einer Komponente, die durch eine Testsuite ausgeführt wurden. 100% LCSAJ Überdeckung schließt 100% Entscheidungsüberdeckung ein.
LCSAJ TestverfahrenEin White-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem die Testfälle unter Berücksichtigung der LCSAJ des Testobjekts hergeleitet werden.
Lead AssessorDie Person, die ein Assessment leitet. In einigen Fällen, zum Beispiel bei CMMi und TMMi, wenn formelle Assessments durchgeführt werden, muss der Lead Assessor akkreditiert und formell ausgebildet sein.
LeistungsindikatorEin Maß auf einer höheren Abstraktionsstufe zum Messen der Effizienz und/oder Effektivität des Entwicklungsfortschritts, z.B. Fehlerfindungsrate im Bereich Testen. [CMMI]
Leitender TestmanagerEin erfahrener Manager, der die Testmanager leitet. Siehe auch Testmanager.
Leiter einer InspektionSiehe Moderator.
Lernen (IDEAL)Die Phase im IDEAL-Modell, in der man aus Erfahrungen lernt und die Fähigkeit verbessert, künftig neue Prozesse und Technologien zu übernehmen. Die Lernphase besteht aus den Aktivitäten: analysieren und validieren, sowie zukünftige Aktionen vorschlagen. Siehe auch IDEAL.
lineare SkripterstellungEin einfaches Verfahren der Skripterstellung ohne Verwendung von Kontrollstrukturen in Testskripten.
LinktestSiehe Komponentenintegrationstest.
logik-getriebener TestSiehe White-Box-Test.
Logik-ÜberdeckungstestSiehe White-Box-Test.
logische BedingungEin logischer Ausdruck, der entweder als "wahr" oder "falsch" bewertet werden kann, z.B. A>B. Siehe auch Testbedingung.
logischer TestfallSiehe abstrakter Testfall.
M
ManagementreviewEine systematische Bewertung des Softwarebeschaffungs-, Lieferungs-, Entwicklungs-, Wartungsprozesses und des Betreibens von Software. Sie wird durchgeführt im Auftrag des Managements, das den Fortschritt überwacht, den Status des Vorhabens und Zeitplans bestimmt und Anforderungen und Budget bestätigt. Es kann auch die Effektivität und Zweckmäßigkeit des Managementansatzes bewerten. [Nach IEEE 610, IEEE 1028]
Man-in-the-middle-AngriffDas Abfangen, Nachahmen und/oder Verändern und nachfolgendes Weiterleiten von Kommunikation (z.B. Kreditkartentransaktionen) durch einen Dritten dergestalt, dass der Nutzer das Vorhandensein der dritten Partei nicht bemerkt.
MaßDie Zahl oder Kategorie, die einem Attribut einer Einheit durch die Durchführung einer Messung zugeordnet wird. [ISO 14598]
maßgeschneidertes WerkzeugEin Software-Werkzeug, welches speziell für eine Gruppe von Nutzern oder Kunden entwickelt wurde.
MastertestkonzeptEin Testkonzept, das sich typischerweise auf mehrere Teststufen bezieht. Siehe auch Testkonzept.
MBTAkronym für modellbasiertes Testen.
MBTIAkronym für Myers-Briggs-Typindikator.
MBT-ModellJedes Modell das in modellbasiertem Testen genutzt wird.
MC/DCAkronym für modifizierte Bedingungs-/Entscheidungsüberdeckung.
Mean Time Between FailuresDer arithmetische Mittelwert für die Zeitspanne zwischen Fehlerwirkungen aufeinander folgender Ausfälle einer Betrachtungseinheit oder eines Systems. Die MTBF ist typischerweise Teil eines Zuverlässigkeitswachstumsmodells, welches annimmt, dass die ausgefallene Betrachtungseinheit im Rahmen eines Fehlerbehebungs-Prozesses sofort repariert wird. Siehe auch Zuverlässigkeitswachstumsmodell.
Mean Time To RepairDer arithmethische Mittelwert der Zeit zum Wiederherstellen eines Systems nach Fehlerwirkungen. Dies umfasst typischerweise neben der Reparatur auch den Test, um sicher zu gehen, dass der Fehler behoben ist.
MehrfachbedingungSiehe zusammengesetzte Bedingung.
MehrfachbedingungstestEin White-Box-Testentwurfsverfahren, das die Überdeckung der atomaren Teilbedingungen einer Entscheidung mit WAHR und FALSCH in allen Kombinationen fordert.
MehrfachbedingungsüberdeckungDer Anteil von Kombinationen der atomaren Teilbedingungen einer Bedingung, die durch eine Menge von Testfällen ausgeführt wurden. 100% Mehrfachbedingungsüberdeckung schließt 100% modifizierte Bedingungs-/Entscheidungs-Bedingungsüberdeckung ein.
MeilensteinMarkiert einen Zeitpunkt im Projekt(-prozess), zu dem ein bestimmtes Arbeitsergebnis oder definiertes Zwischenergebnis fertig gestellt sein soll.
Mess-SkalaEine Skala, die den Typ der Datenanalyse einschränkt, der auf ihr ausgeführt werden kann. [ISO 14598]
MessungDer Prozess, eine Zahl oder Kategorie einer Einheit zuzuweisen, um ein Attribut dieser Einheit zu beschreiben. [ISO 14598]
methodische TeststrategieEine Teststrategie, bei der das Testteam einen festgelegten Satz an Testbedingungen nutzt, z.B. einen Qualitätsstandard, eine Prüfliste, oder einen Satz verallgemeinerter abstrakter Testbedingungen, die ggf. zu einer spezifischen Domäne, Applikation oder Testart gehören.
methodisches TestenTesten, das auf einem Standardsatz von Tests basiert, z.B. einer Prüfliste, einem Qualitätsstandard, oder einem Satz verallgemeinerter Testfälle.
MetrikDie Mess-Skala und das genutzte Verfahren einer Messung. [ISO 14598]
MigrationstestSiehe Konvertierungstest.
Mind MapEin Diagramm zum Darstellen von Worten, Ideen, Aufgaben oder anderen Dingen, die mit einem zentralen Schlüsselwort oder einer zentralen Idee verbunden oder ringsherum angeordnet sind. Mind Maps werden genutzt, um Ideen zu erzeugen, zu visualisieren, zu strukturieren und zu klassifizieren. Sie werden als ein Hilfsmittel im Studium, in der Organisation, bei der Problemlösung, zur Entscheidungsfindung und beim Schreiben genutzt.
MissbrauchsfallEin Anwendungsfall, bei dem Akteure mit böser Absicht andere Akteure oder das System schädigen. Siehe auch Anwendungsfall.
MitschnittEin Testautomatisierungsansatz, bei dem Eingaben der Benutzer in das Testobjekt während der manuellen Testdurchführung zum Erzeugen ausführ- und wiederholbarer Testskripte aufgezeichnet werden, die später ausgeführt werden können (Wiedergabe).
MitschnittwerkzeugEin Werkzeug zur Unterstützung der Testausführung. Eingaben der Benutzer werden während der manuellen Testdurchführung zum Erzeugen von ausführ- und wiederholbarer Testskripten aufgezeichnet und verwendet. Solche Testwerkzeuge werden häufig zur Unterstützung automatisierter Regressionstests genutzt.
modellbasierte TeststrategieEine Teststrategie, bei der das Testteam Testmittel von Modellen ableitet.
modellbasiertes TestenTesten, das auf Modellen basiert oder diese involviert.
ModellierungswerkzeugEin Werkzeug, das die Erstellung, Pflege und Verifizierung von Modellen einer Software oder eines Systems unterstützt. [Graham]
ModellüberdeckungDer Grad, ausgedrückt in Prozent, zu dem Modellelemente durch eine Testsuite geplant sind ausgeführt zu werden oder ausgeführt wurden.
ModeratorLeiter und Hauptverantwortlicher einer Inspektion oder eines technischen Reviews.
ModifizierbarkeitDie Fähigkeit eines Softwareprodukts, die Durchführung spezifizierter Änderungen zu ermöglichen. [ISO 9126] Siehe auch Wartbarkeit/Änderbarkeit.
modifizierte Bedingungs-/EntscheidungsüberdeckungDer Anteil aller einfachen Bedingungsergebnisse, die von einer Testsuite ausgeführt wurden und unabhängig voneinander einen Entscheidungsausgang beeinflussen. 100% modifizierte Bedingungs-/Entscheidungsüberdeckung schließt 100% Bedingungs-/Entscheidungsüberdeckung ein.
modifizierter Bedingungs-/EntscheidungstestEin White-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem Testfälle so entworfen werden, dass diejenigen Bedingungsergebnisse zur Ausführung kommen, die unabhängig voneinander einen Entscheidungsausgang beeinflussen.
modifizierter Mehrfach-BedingungstestSiehe modifizierter Bedingungs-/Entscheidungstest.
ModulSiehe Komponente.
ModultestSiehe Komponententest.
MTBFAkronym für Mean Time Between Failures.
MTTRAkronym für Mean Time To Repair.
MutationsanalyseEin Verfahren zur Bestimmung der Gründlichkeit der Testsuite durch das Messen des Grades, in wieweit die Testsuite zwischen leichten Varianten (Mutanten) des Programms unterscheiden kann.
MutationstestEin Test, bei dem zwei oder mehr Varianten einer Komponente oder eines Systems mit gleichen Eingaben ausgeführt und deren Ergebnisse dann verglichen werden. Im Fall von Abweichungen wird die Ursache analysiert.
Myers-Briggs-TypindikatorEin Indikator psychologischer Präferenzen, die unterschiedliche Persönlichkeiten und Kommunikationsstile von Menschen repräsentieren.
N
NachbedingungZustand des Testobjekts (und/oder der Umgebung), in dem sich das Testobjekt (oder die Umgebung) nach Ausführung eines Testfalls oder einer Testsequenz befinden muss.
NebenläufigkeitstestEin Test, mit dem sich feststellen lässt, wie das Auftreten von zwei oder mehreren Aktivitäten innerhalb des gleichen Zeitintervalls durch die Komponente oder das System gehandhabt wird. Dies wird entweder durch verschränkte oder durch gleichzeitige Ausführung der Aktivitäten erreicht. [Nach IEEE 610]
NegativtestEin Test, der zeigen soll, dass eine Komponente oder ein System nicht funktioniert. Der Begriff bezeichnet eher die Einstellung des Testers als einen bestimmten Testansatz oder ein bestimmtes Testentwurfsverfahren, wie etwa das Testen mit ungültigen Eingabewerten oder Ausnahmen. [Nach Beizer]
NetzwerkzoneEin Teil-Netzwerk mit einem bestimmten Vertrauensniveau. Das Internet oder ein öffentliches Netzwerk würden beispielsweise als nicht vertrauenswürdig angesehen werden.
nicht ausführbarer PfadEin Pfad, der mit keiner Kombination von Eingabewerten zur Ausführung gebracht werden kann.
nicht bestandener TestSiehe Fehlschlag.
nicht-funktionale AnforderungEine Anforderung welche sich nicht auf die Funktionalität des Systems bezieht sondern auf Merkmale wie Zuverlässigkeit, Benutzbarkeit, Effizienz, Änderbarkeit und Übertragbarkeit.
nicht-funktionaler TestTesten der Eigenschaften eines System, die nicht direkt mit der Funktionalität in Verbindung stehen, z.B. Zuverlässigkeit, Effizienz, Benutzbarkeit, Änderbarkeit und Übertragbarkeit.
nicht-funktionales TestentwurfsverfahrenEin Vorgehen, um nicht-funktionale Testfälle abzuleiten bzw. auszuwählen, basierend auf der Analyse der Spezifikation einer Komponente oder eines Systems ohne Kenntniss der internen Struktur. Siehe auch Black-Box-Testentwurfsverfahren.
NichtkonformitätNichterfüllung einer spezifizierten Anforderung. [ISO 9000]
N-Switch-TestEine Ausprägung des zustandsbasierten Testens, in welcher Testfälle entworfen werden, um alle gültigen Folgen von (N+1) aufeinanderfolgenden Zustandsübergängen auszuführen. [Chow] Siehe auch zustandsbasierter Test.
N-Switch-ÜberdeckungDer Anteil der Folgen von (N+1) aufeinanderfolgenden Zustandsübergängen, die durch eine Testsuite ausgeführt wurden. [Chow]
NutzungsprofilDie Darstellung einer bestimmten Menge von Aufträgen an die Komponente bzw. an das System mit ihren Eintrittswahrscheinlichkeiten, ggf. basierend auf dem Benutzerverhalten bei seiner Interaktion mit der Komponente bzw. dem System. Ein Auftrag ist hierbei eher abstrakt als physisch, und kann sich auf mehreren Maschinen oder in nicht zusammenhängenden Zeiträumen ausgeführt werden.
NutzungsprofilerstellungDer Prozess der Entwicklung und Implementierung eines Nutzungsprofiles. Siehe auch Nutzungsprofil.
nutzungsprofilorientierter TestStatistischer Test unter Verwendung eines Modells von Systemoperationen und der Wahrscheinlichkeit ihrer typischen Nutzung. [Musa]
n-weises TestenEin Black-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem die Testfälle so entworfen werden, dass alle möglichen diskreten Kombinationen aller n-Tupel von Eingabeparametern ausgeführt werden. Siehe auch Testen mit orthogonalen Arrays, paarweises Testen.
O
ObjektübergabeberichtSiehe Release Note.
offline MBTAnsatz zum modellbasierten Testen, bei dem Testfälle für eine zukünftige Ausführung in ein Repository generiert werden.
online MBTAnsatz zum modellbasierten Testen, bei dem Testfälle gleichzeitig generiert und ausgeführt werden.
Open-Source-WerkzeugEin Software-Werkzeug, das allen potentiellen Nutzern als Quell-Code, üblicherweise über das Internet, zur Verfügung steht. Den Nutzern ist es erlaubt, die Software zu studieren, zu verändern, zu verbessern und manchmal auch weiter zu verkaufen.
OperabilitätDie Fähigkeit eines Softwareprodukts, das es dem Benutzer ermöglicht mit dem Produkt zu arbeiten. [ISO 9126] Siehe auch Benutzbarkeit.
OrakelSiehe Testorakel.
orthogonale ArraysEin zweidimensionales Array mit speziellen mathematischen Eigenschaften, bei dem jede Kombination von zwei Spalten alle Kombinationen der Werte enthält.
Outsourcing des TestensTesten durch Personen, die nicht an einem gemeinsamen Ort mit dem Projektteam arbeiten und nicht Mitarbeiter im Unternehmen des Projektteams sind.
P
paarweiser IntegrationstestEine Form des Integrationstests, die auf solche Paare von Komponenten abzielt, die entsprechend der Darstellung im Aufrufgraphen zusammenarbeiten.
paarweises TestenEin Black-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem die Testfälle so entworfen werden, dass alle möglichen diskreten Kombinationen aller Paare von Eingabeparametern ausgeführt werden. Siehe auch n-weises Testen, Testen mit orthogonalen Arrays.
Pareto AnalyseEine statistische Technik zur Entscheidungsfindung auf Basis der Auswahl einer begrenzten Anzahl von Faktoren, die einen signifikanten Effekt auf die Qualität haben. Im Rahmen der Qualitätsverbesserung werden die Mehrheit der Probleme (80%) durch einige wenige Ursachen hervorgerufen.
Passwort knackenEin Sicherheitsangriff, der geheime Passwörter aus dem Speicher eines Computersystems oder aus einer Übertragung im Netzwerk wiedergewinnt. [NIST.IR.7298]
Peer ReviewEin Review eines Arbeitsergebnisses durch gleichgestellte Kollegen des Erstellers mit dem Ziel, Fehlerzustände aufzudecken und Verbesserungsvorschläge zu identifizieren. Beispiele sind Inspektion, technisches Review und Walkthrough.
PenetrationstestEin Testverfahren mit dem Ziel, über die Nutzung von (bekannten oder unbekannten) Sicherheitsschwachstellen unberechtigten Zugriff zu erlangen.
PerformanzDer Grad, in dem ein System oder eine Komponente seine vorgesehenen Funktionen innerhalb vorgegebener Bedingungen (z.B. konstanter Last) hinsichtlich Verarbeitungszeit und Durchsatzleistung erbringt. [Nach IEEE 610] Siehe auch Effizienz.
PerformanzprofilierungDie toolunterstützte Analyse, z.B. durch Identifikation von Performanzengpässen basierend auf generierten Metriken, und die Anpassung der Performanz einer Softwarekomponente oder eines Systems.
PerformanztestTesten zur Bestimmung der Performanz eines Softwareprodukts. Siehe auch Effizienztest.
PerformanztestwerkzeugEin Werkzeug zur Unterstützung der Performanztests. Es enthält im Wesentlichen zwei Funktionen: Lastgenerierung und Messung der Testtransaktionen. Durch die Lastgenerierung werden entweder viele Anwender oder hohe Eingabedatenvolumen simuliert. Während der Testdurchführung werden Antwortzeiten von ausgewählten Transaktionen gemessen und protokolliert. Performanz-Testwerkzeuge liefern in der Regel Berichte auf der Basis der Testprotokolle und Diagramme des Verhaltens unter Last in Relation zu den Antwortzeiten.
PfadEine Folge von Ereignissen wie z.B. ausführbaren Anweisungen einer Komponente oder eines Systems von einem Eintrittspunkt bis zu einem Austrittspunkt.
PfadsensitivierungAuswahl einer Menge von Eingabewerten, um die Ausführung eines bestimmten Pfades zu erzwingen.
PfadtestEin White-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem die Testfälle im Hinblick auf die Ausführung von Pfaden entworfen werden.
PfadüberdeckungDer Anteil der vollständigen Pfade, die durch eine Testsuite ausgeführt wurden. 100% Pfadüberdeckung schließt 100% LCSAJ-Überdeckung ein.
PharmingEin Sicherheitsangriff, der Anfragen an eine Website ohne Wissen oder Zustimmung des Benutzers auf eine betrügerische Website umleitet.
PhasenmodellEine Aufteilung der Lebensdauer eines Produktes oder Projektes in Phasen. [CMMI] Siehe auch Softwarelebenszyklus.
PhasentestkonzeptEin Testkonzept, das sich typischerweise auf eine Testphase bezieht. Siehe auch Testkonzept.
PhishingEin Versuch, in einer elektronischen Kommunikation persönliche oder vertrauliche Informationen zu erwerben, indem man vorgibt, eine vertrauenswürdige Instanz zu sein.
PlanungspokerEin konsensbasiertes Schätzverfahren, das hauptsächlich zum Schätzen des Aufwands oder der relativen Größe von User-Storys in der agilen Softwareentwicklung verwendet wird. Es ist eine Variante des Breitband-Delphi-Verfahrens, bei der das Team einen Stapel an Karten mit vorgegebenen Werten für die Schätzung verwendet. Siehe auch agile Softwareentwicklung, Breitband-Delphi.
PlatzhalterEine rudimentäre oder spezielle Implementierung einer Softwarekomponente, die verwendet wird, um eine noch nicht implementierte Komponente zu ersetzen bzw. zu simulieren. [Nach IEEE 610]
PortabilitätstestTesten zur Bestimmung der Übertragbarkeit eines Softwareprodukts.
PrädikatEine Aussage, welche die Werte wahr oder falsch annehmen kann, und welche die Steuerung des nachfolgenden Kontrollflusses bestimmen kann. Siehe auch Entscheidung.
PrioritätDie Stufe der Wichtigkeit, die einem Objekt (z.B. Fehlerzustand) zugeordnet worden ist.
PRISMAEin systematischer Ansatz zum risikobasierten Test welche von der Identifikation und Analyse der Produktrisiken ausgeht, um eine Produktrisikomatrix mit Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß zu erstellen. Die Bezeichnung ist von Product RISk MAnagement abgeleitet.
ProblemSiehe Fehlerzustand.
ProblemmanagementSiehe Fehlermanagement.
ProblemmeldungSiehe Fehler- und Abweichungsbericht.
Product RISk MAnagementSiehe PRISMA.
produktbasierte QualitätEine Qualitätsdarstellung, bei der Qualität auf einem definierten Satz von Qualitätsmerkmalen basiert. Die Qualitätsmerkmale müssen objektiv und quantitativ gemessen werden. Qualitätsunterschiede bei Produkten der selben Art erlauben Rückschlüsse auf die Art der Implementierung der spezifischen Qualitätsmerkmale. [Nach Garvin] Siehe auch benutzerbasierte Qualität, wertbasierte Qualität, transzendenzbasierte Qualität.
ProduktionsabnahmetestSiehe betrieblicher Abnahmetest.
ProduktivumgebungBeim Benutzer oder Betreiber eingesetzte Hard- und Softwareprodukte, auf denen die zu testende Komponente oder das System betrieben wird. Die Software kann Betriebssysteme, Datenbankmanagementsysteme und andere Applikationen enthalten.
ProduktrisikoEin Risiko, das direkt auf ein Testobjekt bezogen ist. Siehe auch Risiko.
Programmieren in PaarenEin Ansatz zur Softwareentwicklung, bei dem die Codezeilen einer Komponente durch zwei Programmierer gemeinsam an einem Computer entwickelt und/oder getestet werden. Implizit bedeutet das, dass ein Codereview in Echtzeit durchgeführt wird.
ProgramminstrumentiererSiehe Instrumentierer.
ProgrammtestSiehe Komponententest.
ProjektEin Projekt ist eine einmalige Menge von abgestimmten und gelenkten Tätigkeiten mit Anfangs- und Endterminen. Es wird durchgeführt, um ein Ziel zu erreichen, das spezifische Anforderungen erfüllt, wobei Zeit-, Kosten- und Ressourcenbeschränkungen eingeschlossen sind. [ISO 9000]
Projekt-Abschluß-SitzungSiehe Bewertungssitzung.
ProjektretrospektiveDie strukturierte Erfassung der gesammelten Erfahrungen und Aufstellung eines Maßnahmenplans von Verbesserungen für die nächsten Projekte oder Projektphasen.
ProjektrisikoEin Risiko bezogen auf das Management und die Steuerung eines (Test-)Projekts, z.B. Mangel an personellen Ressourcen, ein zu enger Zeitrahmen, sich ändernde Anforderungen, usw. Siehe auch Risiko.
ProjektstrukturplanAnordnung von Arbeitselementen und ihre Beziehungen untereinander und zum Endprodukt. [CMMI]
ProtokollantEine Person, die sämtliche während einer Reviewsitzung erwähnten Befunde und Verbesserungsvorschläge in einem Reviewprotokoll erfasst. Ein Protokollant sollte sicherstellen, dass das Reviewprotokoll lesbar und nachvollziehbar ist.
ProtokollführerSiehe Protokollant.
ProzessEin Satz von in Wechselbeziehungen stehenden Aktivitäten und Ressourcen, die Eingaben in Ergebnisse umgestalten. [ISO 12207]
Prozess-AssessmentEine systematische Bewertung der Softwareprozesse in einer Organisation unter Verwendung eines Referenz-Modells. [Nach ISO/IEC 15504]
prozessgetriebene SkripterstellungEin Verfahren der Skripterstellung, bei dem Skripte in Szenarien strukturiert werden, welche Anwendungsfälle des zu testenden Systems darstellen. Die Skripte können mit Testdaten parametrisiert werden.
prozesskonforme TeststrategieEine Teststrategie, bei der das Testteam vorgegebenen Prozessen folgt, wobei die Prozesse Elemente adressieren wie Dokumentation, die angemessene Identifikation und Nutzung der Testbasis und der Testorakel, und die Organisation des Testteams.
prozesskonformes TestenTesten, welches definierten Prozessen folgt, die z.B. von einer externen Organisation wie einem Standardisierungs-Gremium definiert werden. Siehe auch standardkonformes Testen.
ProzessmodellEin Rahmenwerk zur Klassifizierung von Prozessen des gleichen Typs in einem übergeordneten Modell z.B. ein Testprozessverbesserungsmodell.
ProzessreferenzmodellEin Prozessmodell, das ein Grundgerüst an Best Practices, zusammen mit einem Verfahren zur schrittweisen Verbesserung, aufstellt.
ProzessverbesserungEin Maßnahmenprogramm zum Zweck der Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Reife der Prozesse eines Unternehmens, und das Ergebnis eines solchen Programms. [CMMI]
ProzesszyklustestEin Black-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem die Testfälle für Geschäftsprozesse und -abläufe entworfen werden. [TMap] Siehe auch ablaufbasierter Test.
PseudozufallEine Reihe, die zufällig erscheint, aber tatsächlich in einer definierten Reihenfolge generiert wird.
PSPAkronym für Projektstrukturplan.
PufferEin Gerät oder Speicherbereich zur Zwischenspeicherung von Daten bei ihrer Übertragung oder gemeinsamen Nutzung durch verschiedene Geräte oder Prozesse. Der Puffer dient zum Ausgleich von Unterschieden von Datenflussraten bzw. Auftrittshäufigkeiten von Ereignissen oder Datenmengen, die von Geräten oder Prozessen bewältigt werden können. [IEEE 610]
PufferüberlaufFehlerwirkung verursacht durch den Versuch eines Prozesses, Daten ausserhalb der Grenzen des ihm zugewiesenen Bereiches fester Länge zu schreiben. Ein Pufferüberlauf kann das Überschreiben von benachbarten Speicherbereichen verursachen, oder zu einer Ausnahmebedingung führen. Siehe auch Puffer.
Q
QFDAkronym für Qualitätsfunktionendarstellung.
QualifikationNachweisverfahren der Fähigkeit, bestimmte Anforderungen zu erfüllen. Bemerkung: Der Begriff "qualifiziert" bezeichnet den entsprechenden Status. [ISO 9000]
Qualität(1) Der Grad, in dem ein System, eine Komponente oder ein Prozess die Kundenerwartungen und -bedürfnisse erfüllt. [Nach IEEE 610] (2) Der Grad, in dem ein Satz inhärenter Merkmale Anforderungen erfüllt. [ISO 9000:2000]
QualitätseigenschaftSiehe Qualitätsmerkmal.
QualitätsfunktionendarstellungEine Methode zur Umsetzung von Benutzeranforderungen in Entwurfsqualität, um die qualitätsbildenden Funktionen darzustellen, um Methoden zum Erreichen der Qualität über Subsysteme und Komponenten darzustellen, und letztendlich um spezifische Elemente des Herstellungsprozesses darzustellen. [Akao]
QualitätskontrolleBetriebliche Verfahren und Aktivitäten im Rahmen des Qualitätsmanagements, die auf die Erfüllung von Qualitätsanforderungen ausgerichtet sind. [Nach ISO 8402]
QualitätskostenDie gesamten Kosten, die durch Qualitätssicherungsaktivitäten und durch Fehlerwirkungen entstehen. Sie werden oft in Kosten der Fehlervorbeugung, der -Ermittlung, der internen Fehlerwirkungen und den externen Fehlerwirkungen aufgeteilt.
QualitätsmanagementAufeinander abgestimmte Tätigkeiten zum Leiten und Lenken einer Organisation bezüglich Qualität. Leiten und Lenken bezüglich Qualität umfassen üblicherweise das Festlegen der Qualitätspolitik und der Qualitätsziele, die Qualitätsplanung, die Qualitätssicherung und die Qualitätsverbesserung. [ISO 9000]
Qualitätsmerkmal(1) Fähigkeit oder Eigenschaft, welche die Qualität einer Einheit beeinflusst. [IEEE 610] (2) Ein Satz von Eigenschaften eines Softwareprodukts, anhand dessen seine Qualität beschrieben und beurteilt wird. Ein Softwarequalitätsmerkmal kann über mehrere Stufen in Teilmerkmale verfeinert werden. [ISO 9126] Qualitätsmerkmale sind Funktionalität, Zuverlässigkeit, Benutzbarkeit, Effizienz, Änderbarkeit und Übertragbarkeit. [ISO 9126]
QualitätsrisikoEin Risiko bezüglich eines Qualitätsmerkmals. Siehe auch Qualitätsmerkmal, Produktrisiko.
QualitätssicherungTeil des Qualitätsmanagements, das darauf gerichtet ist, Vertrauen in die Erfüllung der Qualitätsanforderungen zu erzeugen. [ISO 9000]
Quality GateEin spezieller Meilenstein im Projekt. Quality Gates stehen zwischen Projektphasen, die stark von den Arbeitsergebnissen der vorherigen Phase abhängen. Sie enthalten die formale Kontrolle der Arbeitsergebnisse der vorherigen Phase.
QuellcodeanweisungSiehe Anweisung.
R
RACI-MatrixEine Matrix, welche die Kernverantwortlichkeiten der verschiedenen beteiligten Rollen an der Fertigstellung von Aufgaben oder Arbeitsergebnissen in einem Projekt oder Prozess beschreibt. Sie ist besonders hilfreich bei der Klarstellung von Rollen und Verantwortlichkeiten. RACI ist eine Abkürzung der vier üblichen Kernverantwortlichkeiten: Responsible (durchführungsverantwortlich), Accountable (ergebnisverantwortlich), Consulted (mitwirkend), Informed (informiert).
Rational Unified ProcessEin proprietäres anpassbares iteratives Rahmenwerk für Software Entwicklungsprozesse, bestehend aus vier Projektphasen: Konzeptionsphase, Entwurfsphase, Konstruktionsphase, Übergabephase.
reaktive TeststrategieEine Teststrategie, bei der das Testteam erst mit dem Erhalt der Software Testfälle entwirft und realisiert, wobei auf das getestete System reagiert wird.
reaktives TestenTesten, welches dynamisch auf das Testobjekt und bereits erhaltene Testergebnisse reagiert. Typischerweise hat reaktives Testen eine verkürzte Planungsphase, und die Entwurfs- und Realisierungsphase werden nicht vor Verfügbarkeit des Testobjekts ausgeführt.
Record/Playback-WerkzeugSiehe Mitschnittwerkzeug.
ReferenzkonfigurationEine Spezifikation oder ein Softwareprodukt, welches formal geprüft bzw. dem zugestimmt wurde. Anschließend dient diese Referenzkonfiguration als Basis für die weitere Entwicklung und darf nur durch ein formales Änderungskontrollverfahren geändert werden. [Nach IEEE 610]
RegressionstestErneutes Testen eines bereits getesteten Programms bzw. einer Teilfunktionalität nach deren Modifikation. Ziel ist es nachzuweisen, dass durch die vorgenommenen Änderungen keine Fehlerzustände eingebaut oder (bisher maskierte Fehlerzustände) freigelegt wurden. Anmerkung: Ein Regressionstest wird durchgeführt, wenn die Software oder ihre Umgebung verändert wurde.
regressionsvermeidende TeststrategieEine Teststrategie, bei der das Testteam verschiedene Verfahren für das Management des Risikos von Regression verwendet, z.B. durch funktionale und/oder nicht-funktionale Regressionstestautomatisierung auf einer oder mehreren Teststufen.
regressionsvermeidendes TestenTesten unter Verwendung verschiedener Verfahren für das Management des Risikos von Regression, z.B. durch Entwurf von wiederverwendbaren Testmitteln und durch umfassende Automatisierung auf einer oder mehreren Teststufen.
regulatorischer AbnahmetestSiehe Konformitätstest.
Reife(1) Das Ausmaß, in welchem eine Organisation ihre Prozesse (Abläufe) effizient und effektiv gestaltet hat. Siehe auch Capability Maturity Model Integration, Test Maturity Model Integration. (2) Die Fähigkeit eines Softwareprodukts, kritische Fehlerwirkungen aufgrund von Fehlerzuständen in der Software zu vermeiden. [ISO 9126] Siehe auch Zuverlässigkeit.
ReifegradGrad der Prozessverbesserung in einem vordefinierten Satz von Prozessgebieten, in dem alle spezifischen und generischen Ziele erreicht werden. [TMMi]
ReifegradmodellEine strukturierte Menge von Elementen, die bestimmte Aspekte des Reifegrades einer Organisation beschreiben und die bei der Definition und dem Verstehen der Prozesse der Organisation helfen. Ein Reifegradmodell stellt oft eine allgemeine Sprache, eine gemeinsame Vision und ein Rahmenwerk zur Priorisierung von Verbesserungsaktionen zur Verfügung.
Release NoteEin Dokument, das im Rahmen der Übergabe von der Entwicklung zum Test zu Beginn der Testdurchführung die Testobjekte identifiziert, ihre Konfiguration, aktuellen Status und andere Informationen. [Nach IEEE 829]
RessourcennutzungDie Fähigkeit eines Softwareprodukts, angemessene Mengen und Arten von Ressourcen zu nutzen. Das können sein: die Menge des vom Programm verwendeten Haupt- und Sekundärspeichers und die Größen der angeforderten temporären Dateien oder Überlaufdateien, wenn die Software ihre Funktion unter festgelegten Bedingungen ausführt. [Nach ISO 9126] Siehe auch Effizienz.
ReviewEine Bewertung eines Produkts oder eines Projektstatus. Sie dient dazu, Diskrepanzen zu den geplanten Ergebnissen aufzudecken und Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Review ist ein Oberbegriff für Management Review, informelles Review, technisches Review, Inspektion und Walkthrough. [Nach IEEE 1028]
Review auf TestbarkeitEine detaillierte Prüfung der Testbasis daraufhin, ob sich die Testbasis auf einem geeigneten Qualitätsniveau befindet, um als Ausgangspunkt für den Testprozess zu dienen. [Nach TMap]
ReviewerSiehe Gutachter.
ReviewplanEin Dokument, welches den Ansatz, die Ressourcen und den Zeitplan für die beabsichtigten Reviewaktivitäten beschreibt. Es beschreibt unter anderem folgendes: zu prüfende Dokumente und Code, zu verwendende Reviewarten, Teilnehmer, Eingangs- und Endekriterien für formale Reviews und Begründung für deren Auswahl. Der Reviewplan ist ein Ergebnis des Reviewplanungsprozesses.
ReviewwerkzeugEin Werkzeug zur Unterstützung des Reviewprozesses. Typische Fähigkeiten sind: Reviews planen, Maßnahmen verfolgen, Kommunikationsunterstützung, verteilte Reviews unterstützen und ein Repository für das Sammeln und Berichten von Metriken.
RisikoEin Faktor, der zu negativen Konsequenzen in der Zukunft führen könnte, gewöhnlich ausgedrückt durch das Schadensausmaß und die Eintrittswahrscheinlichkeit.
RisikoanalyseBewertung von identifizierten Projektrisiken oder Produktrisiken um ihre Risikostufe zu bestimmen, typischerweise durch die Bewertung von Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit.
RisikobegrenzungDer Prozess, mit dem Entscheidungen getroffen und Schutzmaßnahmen getroffen werden, um das Risiko auf eine vorgegebene Stufe zu reduzieren oder um es auf einer Stufe zu halten.
RisikobewertungDer Prozess der Identifizierung und der anschließenden Analyse des identifizierten Projektrisikos oder Produktrisikos, um die Risikostufe festzustellen, typischerweise durch die Bewertung von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß. Siehe auch Produktrisiko, Projektrisiko, Risiko, Risikoauswirkung, Risikostufe, Risikowahrscheinlichkeit.
Risikogefährdungsiehe Risikostufe
RisikoidentifizierungDer Prozess der Identifikation von Risiken mit Verfahren wie Brainstorming, Checklisten und Fehlerhistorie.
RisikokategorieSiehe Risikotyp.
RisikomanagementSystematische Anwendung von Praktiken für die Aufgaben der Risikoidentifizierung, Risikoanalyse, Risikopriorisierung und Risikoüberwachung.
risikoorientierter TestEin Ansatz zum Testen, um Produktrisiken zu reduzieren und die Stakeholder hinsichtlich der Produktrisiken zu informieren, beginnend in den frühen Phasen des Projekts. Risikoorientiertes Testen beinhaltet die Identifizierung der Produktrisiken und die Verwendung von Risikostufen zur Steuerung des Testprozesses.
RisikostufeDiskretes Maß der Wichtigkeit eines Risikos, bestimmt durch seine Bestandteile Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit. Die Risikostufe kann genutzt werden, um die geplante Testintensität entsprechend zu bestimmen. Die Skala kann entweder qualitativ (z.B. hoch, mittel, niedrig) oder quantitativ sein.
RisikotypEine Menge von Risiken, die einen oder mehrere gemeinsame Aspekte aufweisen, wie Qualitätsmerkmal, Ursache, Ort oder mögliche Auswirkung des Risikos. Bestimmte Risikotypen können durch eine bestimmte Testart reduziert (kontrolliert) werden. Zum Beispiel kann das Riskio missverstandener Bedienerinteraktionen durch Benutzbarkeitstests verringert werden.
RisikoüberwachungSiehe Risikobegrenzung.
RobustheitDer Grad, zu welchem Ausmaß eine Komponente oder ein System bei ungültigen Eingaben und extremen Umgebungsbedingungen korrekt funktioniert. [IEEE 610] Siehe auch Fehlertoleranz.
Robustheitstest(1) Test zum Ermitteln der Robustheit eines Softwareprodukts. (2) Siehe Negativtest.
RückverfolgbarkeitDie Fähigkeit, zusammengehörige Teile von Dokumentation und Software zu identifizieren, insbesondere die Anforderungen mit den dazu gehörigen Testfällen. Siehe auch horizontale Rückverfolgbarkeit, vertikale Rückverfolgbarkeit.
RückverfolgbarkeitsmatrixEine zweidimensionale Tabelle, die die gegenseitigen Beziehungen zweier Entitäten wie z.B. Anforderungen und Testfälle darstellt. Die Tabelle wird zur Bestimmung und Erreichung der Überdeckung verwendet, um von einer Entität zur anderen und zurück zu verfolgen, und um die Auswirkung von Änderungsvorschlägen zu bewerten.
RUPAkronym für Rational Unified Process.
S
S.M.A.R.T. ZieldefinitionsmethodeEine Methode, bei der sehr spezifische Ziele anstelle von allgemeinen Zielen definiert werden. SMART ist eine Abkürzung der Eigenschaften eines zu definierenden Zieles: Specific (spezifisch), Measurable (messbar), Attainable (erreichbar), Relevant (relevant) und Timely (termingerecht).
Safety TestTesten, um die funktionale Sicherheit eines Softwareprodukts zu bestimmen.
SalzenEin kryptographisches Verfahren, das den Benutzerdaten vor der Anwendung der Hashfunktion Zufallsdaten ("Salz") hinzufügt. Siehe auch Hashfunktion.
Sanity-TestSiehe Smoke-Test.
SchadensausmaßSiehe Schadensausmaß des Risikos.
Schadensausmaß des RisikosDer Schaden, der entsteht, wenn ein Risiko eintritt.
SchadprogrammSoftware, die dazu bestimmt ist, ein System oder seine Komponenten zu schädigen.
Schadprogramm-ScanStatische Analyse zum Aufspüren und Beseitigen von böswilligem Code, der über eine Schnittstelle empfangen wurde. Siehe auch Angrifferkennungssystem.
schlüsselwortgetriebener TestEin skriptbasiertes Verfahren, das nicht nur Testdaten und vorausgesagte Ergebnisse aus Dateien einliest, sondern auch spezielle Schlüsselworte zur Steuerung. Diese Schlüsselworte können von speziellen Skripts interpretiert werden und den Test während der Laufzeit steuern. Siehe auch datengetriebenes Testen.
SchnittstellentestEine Art des Integrationstests, die sich mit dem Testen der Schnittstellen von Komponenten und Systemen beschäftigt.
SchreibtischtestTesten einer Software oder einer Spezifikation durch manuelle Simulation ihrer Ausführung. Siehe auch statisches Testen.
SchwachstellenscannerEin statischer Analysator, der zum Auffinden bestimmter Sicherheitsschwachstellen im Code genutzt wird.
ScorecardEine zusammengefasste Darstellung von Leistungsmessungen, die den Fortschritt der Umsetzung eines Langzeit-Ziels darstellen. Eine Scorecard stellt statische Messwerte der Leistung während oder am Ende eines definierten Zeitraums dar. Siehe auch Balanced Scorecard, Dashboard.
SCRUMEin iterativ inkrementelles Vorgehensmodell für das Projektmanagement, das im Allgemeinen bei agiler Softwareentwicklung verwendet wird. Siehe auch agile Softwareentwicklung.
Shewhart-KontrolldiagrammSiehe Kontrolldiagramm.
Sicherheit (im Sinne von Zugriffsschutz)Eigenschaften der Software, die sich auf die Fähigkeit beziehen, nicht autorisierte Zugriffe auf Programme oder Daten zu verhindern, unabhängig davon, ob diese versehentlich oder vorsätzlich erfolgen. [ISO 9126] Siehe auch Funktionalität.
SicherheitsangriffEin Versuch, unberechtigten Zugriff auf Komponenten, Ressourcen, Information oder ein System zu erlangen, oder ein Versuch, die Systemintegrität zu beschädigen. [NIST.IR.7298]
SicherheitsauditEin Audit zur Bewertung von Sicherheitsverfahren und Infrastruktur eines Unternehmens.
sicherheitskritisches SystemEin System, bei dem eine Fehlerwirkung oder Fehlfunktion zum Tod oder ernsthafter Verletzung von Personen führen kann, oder zum Verlust oder schwerem Schaden von Gerätschaften, oder zu Umweltschäden.
SicherheitsprüfwerkzeugEin Werkzeug, das Unterstützung leistet beim Aufdecken von Sicherheitslücken des Zugriffs.
SicherheitsrichtlinieEin Dokument auf hohem Abstraktionsniveau, das die Grundsätze, den Ansatz und die wichtigsten Ziele des Unternehmens bezüglich der Sicherheit beschreibt.
SicherheitsschwachstelleEine Schwachstelle des Systems, die einen erfolgreichen Sicherheitsangriff zulassen könnte.
SicherheitsverfahrenEine Menge an Schritten, die zur Umsetzung einer Sicherheitsrichtlinie und bei einem Sicherheitsstörfall zu unternehmen sind.
SicherheitswerkzeugEin Werkzeug, das die operative Sicherheit unterstützt.
SimulationDie Darstellung von ausgewählten Verhaltensmustern eines physikalischen oder abstrakten Systems durch ein anderes System. [ISO 2382/1]
SimulatorGerät, Computerprogramm oder Testsystem, das sich wie ein festgelegtes System verhält, wenn man es mit einem definierten Satz kontrollierter Eingaben versorgt. [Nach IEEE 610, DO178b] Siehe auch Emulator.
sitzungsbasiertes TestenEin Ansatz zum Testen, bei dem die Testaktivitäten - insbesondere Testentwurf und Testdurchführung - als unterbrechungsfreie Sitzungen geplant werden, oft in Verbindung mit explorativem Testen.
Sitzungsbasiertes TestmanagementEine Methode zur Messung und Steuerung des Testens in Sitzungen ("sitzungsbasiertes Testen"), z.B. explorativen Testens.
SkalierbarkeitDie Fähigkeit eines Softwareprodukts, so aufgerüstet zu werden, dass es eine erhöhte Last verkraftet. [Nach Gerrard]
SkalierbarkeitstestTesten zur Bestimmung der Skalierbarkeit eines Softwareprodukts.
skriptbasiertes TestenDurchführung einer vorher festgelegten und dokumentierten Abfolge von Testschritten.
SkriptkiddieEine Person, die von anderen Hackern vorgefertigte Sicherheitsangriffe ausführt, anstatt eigene zu entwickeln. Siehe auch Hacker.
SkriptspracheEine Programmiersprache zur Erstellung ausführbarer Skripte, die dann durch ein Testausführungswerkzeug (z.B. Capture/Replay-Werkzeug) verwendet werden.
SMARTAkronym für S.M.A.R.T. Zieldefinitionsmethode.
Smoke-TestEine Teilmenge aller definierten/geplanten Testfälle, die die Hauptfunktionalität einer Komponente oder eines Systems überdecken. Der Test soll feststellen, ob die wichtigsten Funktionen eines Programms arbeiten, ohne jedoch einzelne Details zu berücksichtigen. Ein täglicher Build und ein Smoke-Test gehören in der Industrie zur Best Practice. Siehe auch Testeingangsprüfung.
SoftwareProgramme, Prozeduren und möglicherweise zugeordnete Dokumentation und Daten für die betreffende Verarbeitung auf einem Computersystem. [IEEE 610]
SoftwareabweichungSiehe Abweichung.
Softwarebenutzbarkeits-MessinventarEin Testverfahren zur Bewertung der Benutzbarkeit der Software aus Endbenutzersicht, das auf einem Fragenkatalog basiert. [Kirakowski93] Abkürzung: SUMI (Software Usability Measurement Inventory).
SoftwarefeatureSiehe Feature.
Softwarefehler-Möglichkeits- und Einfluss-AnalyseSiehe Fehler-Möglichkeits- und Einfluss-Analyse.
Softwarefehler-Möglichkeits-, Einfluss- und Kritikalitäts-AnalyseSiehe Fehler-Möglichkeits-, Einfluss- und Kritikalitäts-Analyse.
Software-IntegritätsstufeDer erfüllte oder geforderte Grad der Konformität einer Software zu einer durch Stakeholder festgelegten Menge von Sofwareeigenschaften oder softwarebasierten Systemeigenschaften (z.B. Softwarekomplexität, Risikobewertung, Stufe der funktionalen Sicherheit und Zugriffssicherheit, gewünschte Performanz, Zuverlässigkeit, oder Kosten), entsprechend der Bedeutung der Software für die Stakeholder.
SoftwarelebenszyklusDer Zeitraum, der bei der Konzeption eines Softwareprodukts beginnt und dann endet, wenn die Software nicht mehr für die Nutzung verfügbar ist. Der Softwarelebenszyklus enthält üblicherweise eine Konzeptionsphase, Anforderungsphase, Entwurfsphase, Implementierungsphase, Testphase, Installationsphase, Betriebs- und Wartungsphase, und manchmal eine Außerbetriebnahme. Bemerkung: Diese Phasen können sich überlappen oder iterativ durchgeführt werden.
Software-ProzessverbesserungEine Reihe von Tätigkeiten zur Verbesserung der Leistung und Reife der Software-Prozesse einer Organisation sowie die Ergebnisse einer solchen Aktivität. [Nach CMMI]
SoftwarequalitätGesamtheit der Funktionalitäten und Merkmale eines Softwareprodukts, die sich auf dessen Eignung beziehen, festgelegte oder vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen. [Nach ISO 9126] Siehe auch Qualität.
SoftwarequalitätsmerkmalSiehe Qualitätsmerkmal.
Softwaretestfehler-/abweichungsberichtSiehe Fehler- und Abweichungsbericht.
SollverhaltenSiehe vorausgesagtes Ergebnis.
soziale ManipulationEin Versuch, eine Person hereinzulegen, damit sie Information (z.B. ein Passwort) preisgibt, die zum Angriff auf Systeme oder Netzwerke genutzt werden kann. [NIST.IR.7298]
SpeicherSiehe Ressourcennutzung.
SpeicherleckEine Fehlerwirkung, die sich zeigt, indem ein Programm und/oder andere parallele Prozesse infolge Speicherplatzmangels nicht funktionieren. Ursache hierfür ist ein Fehlerzustand bei der dynamischen Speicherverwaltung, der zur fehlerhaften Freigabe von Speicher nach dessen Verwendung führt.
SpeichertestSiehe Test der Ressourcennutzung.
SpezifikationEin Dokument, das die Anforderungen, den Aufbau, das Verhalten oder andere Charakteristika des Systems bzw. der Komponente beschreibt, idealerweise genau, vollständig, konkret und nachprüfbar. Häufig enthält die Spezifikation auch Vorgaben zur Prüfung der Anforderungen. [Nach IEEE 610]
spezifikationsorientierter TestSiehe Black-Box-Test.
spezifikationsorientiertes TestentwurfsverfahrenSiehe Black-Box-Testentwurfsverfahren.
spezifikationsorientiertes VerfahrenSiehe Black-Box-Testentwurfsverfahren.
spezifizierte EingabeEine Eingabe, für die die Spezifikation ein Ergebnis vorgibt.
SQL-EinschleusungEin Sicherheitsangriff, der in ein Eingabefeld böswillige SQL-Befehle zwecks Ausführung einfügt.
StabilitätDie Fähigkeit eines Softwareprodukts, unerwartete Auswirkungen von Änderungen zu vermeiden. [ISO 9126] Siehe auch Wartbarkeit/Änderbarkeit.
StandardEin Satz von formalen und gegebenenfalls zwingend notwendigen Anforderungen, die entwickelt und verwendet werden, um einheitliche Vorgehensweisen für die Arbeit vorzuschreiben oder um Richtlinien vorzugeben (z.B. ISO/IEC Normen, IEEE Standards, DIN Normen und andere Organisationsstandards). [Nach CMMI]
standardkonforme TeststrategieEine Teststrategie, bei der das Testteam einem Standard folgt. Die zu folgenden Standards können gültig sein für z.B. ein Land (rechtliche Standards), oder Geschäftsbereiche (Bereichsstandards), oder intern (Organisationsstandards).
standardkonformes TestenTesten, welches eine Menge an Anforderungen erfüllt, welche durch einen Standard definiert werden, z.B. Industrieteststandard oder ein Standard für das Testen von sicherheitskritischen Systemen. Siehe auch prozesskonformes Testen.
StandardsoftwareEin Softwareprodukt, das für den allgemeinen Markt entwickelt wurde, d.h. eine große Anzahl von Kunden, und das in identischer Form an viele Kunden ausgeliefert wird.
statische AnalyseDie Analyse von Software-Entwicklungsartefakten, z.B. Anforderungen oder Quelltext, ohne diese auszuführen. Statische Analyse wird in der Regel mit Werkzeugunterstützung durchgeführt.
statische CodeanalyseEine Analyse des Quellcodes ohne Ausführung der Software.
statischer AnalysatorEin Werkzeug, das eine statische Analyse durchführt.
statischer TestTesten von Software-Entwicklungsartefakten, z.B. Anforderungen oder Quelltext, ohne diese auszuführen, z.B. durch Reviews oder statische Analyse.
statisches AnalysewerkzeugSiehe statischer Analysator.
statistischer TestEin Testentwurfsverfahren, in dem das Modell der statistischen Verteilung der Eingaben verwendet wird, um repräsentative Tests zu konstruieren. Siehe auch nutzungsprofilorientierter Test.
STEPAkronym für Systematischer Test- und Evaluierungsprozess.
StresstestSpezifische Form des Performanztests, die durchgeführt wird, um ein System oder eine Komponente an oder über den Grenzen, die in den Anforderungen spezifiziert wurden, zu bewerten. [Nach IEEE 610] Siehe auch Performanztest, Lasttest.
StresstestwerkzeugEin Werkzeug, das den Stresstest unterstützt.
strukturbasiertes TestentwurfsverfahrenSiehe White-Box-Test.
strukturbasiertes TestentwurfsverfahrenSiehe White-Box-Test.
strukturbasiertes VerfahrenSiehe White-Box-Testentwurfsverfahren.
strukturelle ÜberdeckungÜberdeckung, die auf Basis der internen Struktur von Komponenten oder eines Systems gemessen wird.
struktureller TestSiehe White-Box-Testentwurfsverfahren.
strukturelles TestentwurfsverfahrenSiehe White-Box-Testentwurfsverfahren.
strukturierte SkripterstellungEin Verfahren der Skripterstellung, das eine Bibliothek wiederverwendbarer (Teil-) Skripte aufbaut und nutzt.
strukturierter WalkthroughSiehe Walkthrough.
StufendarstellungEine Modellstruktur, in der das Erreichen der Ziele in einer Gruppe von Prozessbereichen einen Reifegrad bestimmt. Jeder Reifegrad bildet den Ausgangspunkt für folgende Reifegrade. [CMMI]
StufentestkonzeptEin Testkonzept, das typischerweise für genau eine Teststufe gilt. Siehe auch Testkonzept.
SUMIAkronym für Softwarebenutzbarkeits-Messinventar (engl. Software Usability Measurement Inventory).
SUTAkronym für system under test.
SyntaxtestEin Black-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem Testfälle auf Basis der Definition der Eingangsdaten erstellt werden.
SystemEine Zusammenstellung von Komponenten, um eine spezifische Funktion oder eine Menge von Funktionen zu erfüllen. [IEEE 610]
system under testSiehe Testobjekt.
System von SystemenMehrere heterogene verteilte Systeme, die in Netzwerken auf mehreren Ebenen und in mehreren verbundenen Domänen eingebunden sind, um große interdiziplinäre gemeinsame Probleme und Fragestellungen zu adressieren, üblicherweise ohne eine gemeinsame Managementstruktur.
Systematischer Test- und EvaluierungsprozessEine strukturierte Testmethode, die auch als inhaltsbasiertes Modell für die Testprozessverbesserung genutzt wird. Sie fordert keine bestimmte Reihenfolge für die Verbesserungsmaßnahmen. Siehe auch inhaltsbasiertes Modell.
SystemhärtungSchrittweise Reduktion der Sicherheitsschwachstellen eines Systems durch Anwendung einer Sicherheitsrichtlinie und verschiedener Schichten des Zugriffsschutzes.
SystemintegrationstestTesten der Integration von Systemen und Paketen, Testen der Schnittstellen zu einer externen Organisation (z.B. Electronic Data Interchange oder Internet).
SystemtestTesten eines integrierten Systems, um sicherzustellen, dass es spezifizierte Anforderungen erfüllt. [Hetzel]
szenarienbasierter TestSiehe anwendungsfallbasierter Test.
SzenariotestSiehe anwendungsfallbasierter Test.
T
tatsächliches VerhaltenSiehe Istergebnis.
technisches ReviewEine Diskussion in einer Gruppe gleichgestellter qualifizierter Mitarbeiter, die sich darauf konzentriert, eine Übereinstimmung über technische Vorgehensweisen zu erreichen. [Gilb und Graham], [IEEE 1028] Siehe auch Peer Review.
TeilpfadEine Folge von ausführbaren Anweisungen in einer Komponente.
TestEine Menge von einem oder mehreren Testfällen. [IEEE 829]
Test der RessourcennutzungTesten, um die Ressourcennutzung eines Softwareprodukts festzustellen. Siehe auch Effizienztest.
Test gegen StandardsSiehe Konformitätstest.
Test HookEine indiviualisierte Softwareschnittelle, die es erlaubt, ein Testobjekt automatisiert zu testen.
Test Maturity Model IntegrationEin fünfstufiges Rahmenwerk für die Testprozessverbesserung, das mit dem Capability Maturity Model Integration (CMMI®) verwandt ist, und die Schlüsselelemente eines effektiven Testprozesses beschreibt.
TestablaufSiehe Testablaufspezifikation.
TestablaufspezifikationEin Dokument, das eine Folge von Schritten zur Testausführung festlegt. Auch bekannt als Testskript oder Testdrehbuch. [Nach IEEE 829] Siehe auch Testspezifikation.
TestabschlussberichtEin Dokument, das die Testaktivitäten und -ergebnisse zusammenfasst. Es enthält eine Bewertung der durchgeführten Tests gegen definierte Endekriterien. [Nach IEEE 829]
TestabweichungSiehe Abweichung.
TestabweichungsberichtSiehe Abweichungsbericht.
TestadaptierungsschichtDie Schicht in einer Testautomatisierungsarchitektur, die den notwendigen Code zur Anpassung automatisierter Testskripte auf einer abstrakten Stufe für verschiedene Komponenten, Konfigurationen oder Schnittstellen des SUT zur Verfügung stellt.
TestanalyseDer Vorgang, die Testbasis zu analysieren und Testziele zu definieren.
TestanforderungSiehe Testbedingung.
TestarbeitsergebnisJedes Ergebnis aus dem Testprozess, das ein Autor an andere Personen oder Stellen liefert. Siehe auch Arbeitsergebnis.
Testarchitekt(1) Eine Person, die Leitlinien und die strategische Ausrichtung für eine Testorganisation und ihre Beziehungen zu anderen Disziplinen erstellt. (2) Eine Person, die die Art und Weise definiert, wie Testen für ein bestimmtes System strukturiert wird, einschließlich der Themen wie Testwerkzeuge und Testdatenmanagement.
TestartEine Gruppe von Testaktivitäten, mit der Absicht, eine Komponente oder ein System auf einige zusammenhängende Qualitätsmerkmale zu prüfen. Eine Testart ist auf ein bestimmtes Testziel fokussiert, wie z.B. Zuverlässigkeitstest, Regressionstest, Benutzbarkeitstest. Die Testart kann sich auch auf eine oder mehrere Teststufen oder -phasen beziehen. [Nach TMap]
TestaufzeichnungSiehe Testprotokollierung.
TestausführungsphaseDer Zeitraum im Softwarelebenszyklus, in dem die Komponenten eines Softwareprodukts ausgeführt werden und damit für das Softwareprodukt bewertet wird, ob die Anforderungen erfüllt werden oder nicht. [IEEE 610]
TestausführungsplanEin Plan für die Ausführung von Testabläufen. Anmerkung: Der Testausführungsplan enthält die Testabläufe mit ihrem Kontext und der auszuführenden Reihenfolge.
TestausführungsschichtDie Schicht in einer generischen Testautomatisierungsarchitektur, die die Ausführung von Testsuiten und/oder Testfällen unterstützt.
TestausführungswerkzeugEin Testwerkzeug, das mit einem automatisierten Testskript eine andere Software steuern kann, z.B. ein Capture/Replay-Werkzeug.
TestausgangSiehe Ergebnis.
TestauswahlkriterienDie Kriterien, die genutzt werden, um die Generierung von Testfällen oder das Auswählen von Testfällen zu steuern, mit dem Ziel, den Testumfang zu limitieren.
TestautomatisierungEinsatz von Softwarewerkzeugen zur Durchführung oder Unterstützung von Testaktivitäten, z.B. Testmanagement, Testentwurf, Testausführung und Soll/Ist-Vergleich.
TestautomatisierungsarchitekturEine Instanziierung der generischen Testautomatisierungsarchitektur, um die Architektur einer Testautomatisierungslösung zu definieren, z.B. seine Schichten, Komponenten, Dienste und Schnittstellen.
TestautomatisierungsentwicklerEine Person, die für Entwurf, Entwicklung und Wartung einer Testautomatisierungsarchitektur verantwortlich ist sowie für die technische Weiterentwicklung der daraus resultierenden Testautomatisierungslösung.
Testautomatisierungs-FrameworkEin Werkzeug, das eine Umgebung zur Testautomatisierung bereitstellt. Es beinhaltet üblicherweise einen Testrahmen und Testbibliotheken.
TestautomatisierungslösungDie Umsetzung/Realisierung einer Testautomatisierungsarchitektur, z.B. eine Kombination von Komponenten, die einen spezifischen Testautomatisierungsauftrag umsetzt. Die Komponenten könnten Standard-Testwerkzeuge, Testautomatisierungs-Frameworks sowie Testhardware beinhalten.
TestautomatisierungsmanagerEine Person, die für die Planung und Überwachung der Neu- und Weiterentwicklung einer Testautomatisierungslösung verantwortlich ist.
TestautomatisierungsstrategieEin abstrakter Plan, um langfristige Ziele der Testautomatisierung unter gegebenen Randbedingungen zu erreichen.
testbare AnforderungEine Anforderung, die so formuliert ist, dass Testbedingungen (und in weiterer Folge Testfälle) festgelegt werden können, und dass sich bei der Durchführung der Testfälle feststellen lässt, ob die Anforderung erfüllt ist. [Nach IEEE 610]
TestbarkeitDie Fähigkeit eines Softwareprodukts für einen Test nach einer Änderung. [ISO 9126] Siehe auch Wartbarkeit/Änderbarkeit.
TestbasisAlle Dokumente, aus denen die Anforderungen ersichtlich werden, die an eine Komponente oder ein System gestellt werden, bzw. die Dokumentation, auf der die Herleitung oder Auswahl der Testfälle beruht. Wenn ein Dokument nur über das formale Änderungsverfahren geändert werden kann, handelt es sich um eine festgelegte Testbasis. [Nach TMap]
TestbedingungEine Einheit oder ein Ereignis, z.B. eine Funktion, eine Transaktion, ein Feature, ein Qualitätsmerkmal oder ein strukturelles Element einer Komponente oder eines Systems, welche bzw. welches durch einen oder mehrere Testfälle verifiziert werden kann.
TestberichtSiehe Testabschlussbericht.
TestberichterstattungSammlung und Analyse der Daten über Testaktivitäten und ihre anschließende Konsolidierung in einem Bericht, um die Stakeholder zu informieren. Siehe auch Testprozess.
TestbewertungsberichtEin Dokument, das zum Abschluss eines Testprojekts erstellt wird und sämtliche Testaktivitäten und Ergebnisse zusammenfasst. Es enthält auch eine Bewertung des Testprozesses und einen Erfahrungsbericht.
Test-ChartaEine Anweisung von Testzielen und möglichen Testideen wie getestet werden soll. Test-Chartas werden oft im explorativen Testen verwendet. Siehe auch exploratives Testen.
TestdatenDaten die (z.B. in einer Datenbank) vor der Ausführung eines Tests existieren, und die die Ausführung der Komponente bzw. des Systems im Test beeinflussen bzw. dadurch beeinflusst werden.
Testdateneditor und -generatorEin Testunterstützungswerkzeug, mit dem Daten generiert, bereitgestellt, verändert oder aus einer Datenbank selektiert werden können.
TestdatenmanagementDer Prozess der Anforderungsanalyse an Testdaten, des Entwurfs von Testdatenstrukturen und der Erstellung und Wartung von Testdaten.
TestdefinitionsschichtDie Schicht in einer generischen Testautomatisierungsarchitektur, die die Testrealisierung durch Definition von Testsuiten und/oder Testfällen unterstützt, z.B. durch Anbieten von Vorlagen bzw. Richtlinien.
TestdurchführungDer Prozess der Ausführung eines Tests für eine Komponente oder ein System, der Istergebnisse erzeugt.
TestdurchführungsverfahrenDie Methode, mit der die Tests tatsächlich - entweder manuell oder automatisiert - ausgeführt werden.
TestebeneSiehe Teststufe.
TesteingabeDie Daten, die das Testobjekt während der Testdurchführung von einer externen Quelle empfängt. Die externe Quelle kann Hardware, Software oder ein Mensch sein.
TesteingangsprüfungEine spezielle Ausprägung eines Smoke-Tests, um entscheiden zu können, ob eine Komponente oder ein System die notwendige Testreife hat. Eine Testeingangsprüfung findet typischerweise zu Beginn einer Testausführungsphase statt. Siehe auch Smoke-Test.
TestelementDas einzelne Element, das getestet wird. Gewöhnlich existieren ein Testobjekt und viele Testelemente. Siehe auch Testobjekt.
TestenDer Prozess, der aus allen Aktivitäten des Lebenszyklus besteht (sowohl statisch als auch dynamisch), die sich mit der Planung, Vorbereitung und Bewertung eines Softwareprodukts und dazugehöriger Arbeitsergebnisse befassen. Ziel des Prozesses ist sicherzustellen, dass diese allen festgelegten Anforderungen genügen, dass sie ihren Zweck erfüllen, und etwaige Fehlerzustände zu finden.
Testen in PaarenZwei Personen, z.B. zwei Tester, ein Entwickler und ein Tester oder ein Benutzer und ein Tester arbeiten daran Fehlerzustände zu finden. Typischerweise teilen sie sich während des Testens einen Computer gleichberechtigt.
Testen mit orthogonalen ArraysEine systematische Technik zur Abdeckung aller paarweisen Kombinationen von Variablen durch den Einsatz orthogonaler Arrays. Im Vergleich zum Test aller Kombinationen von Variablen wird dadurch die Zahl der Testfälle signifikant reduziert. Siehe auch n-weises Testen, paarweises Testen.
Testen von ungültigen EingabenEin Test, der Eingabewerte verwendet, die durch eine Komponente oder ein System zurückgewiesen werden sollten. Siehe auch Fehlertoleranz, Negativtest.
TestendekriterienSiehe Endekriterien.
Testentwurf(1) Siehe Testentwurfsspezifikation. (2) Der Vorgang, allgemeine Testziele in handfeste Testbedingungen und Testfälle zu überführen.
TestentwurfsspezifikationEin Ergebnisdokument, das die Testbedingungen für ein Testobjekt, die detaillierte Testvorgehensweise und die zugeordneten abstrakten Testfälle identifiziert. [Nach IEEE 829] Siehe auch Testspezifikation.
TestentwurfsverfahrenEine Vorgehensweise, nach der Testfälle abgeleitet oder ausgewählt werden.
TestentwurfswerkzeugEin Werkzeug zur Erzeugung von Testdaten entweder (a) auf Basis einer Spezifikation, die in einem CASE Repository (z.B. in einem Anforderungsmanagementwerkzeug) abgelegt sein kann, oder (b) aus spezifizierten Testbedingungen, die im Testentwurfswerkzeug selbst abgelegt sind, oder (c) aus dem Code selbst.
TesterEine sachkundige Fachperson, die am Testen einer Komponente oder eines Systems beteiligt ist.
TestergebnisSiehe Ergebnis.
TestfallUmfasst folgende Angaben: die für die Ausführung notwendigen Vorbedingungen, die Menge der Eingabewerte (ein Eingabewert je Parameter des Testobjekts), die Menge der vorausgesagten Ergebnisse, sowie die erwarteten Nachbedingungen. Testfälle werden entwickelt im Hinblick auf ein bestimmtes Ziel bzw. auf eine Testbedingung, wie z.B. einen bestimmten Programmpfad auszuführen oder die Übereinstimmung mit spezifischen Anforderungen zu prüfen (wie Eingaben an das Testobjekt zu übergeben und Sollwerte abzulesen sind). [Nach IEEE 610]
TestfallentwurfsverfahrenSiehe Testentwurfsverfahren.
TestfallergebnisDie finale Bewertung der Testdurchführung und ihrer Ergebnisse, wie bestanden, fehlgeschlagen oder fehlerhaft. Letzteres wird für Situationen benutzt, in denen nicht klar ist, ob das Problem im Testobjekt liegt.
TestfallexplosionDer unverhältnismässige Anstieg der Zahl an Testfällen mit ansteigender Größe der Testbasis, bei Anwendung einer bestimmten Testentwurfsverfahren. Testfallexplosion tritt ggf. auch auf, wenn das Testentwurfsverfahren zum ersten Mal systematisch angewendet wird.
TestfallspezifikationEin Dokument, das eine Menge von Testfällen für ein Testobjekt spezifiziert (inkl. Testdaten und Vor-/Nachbedingung), bei dem die Testfälle jeweils Ziele, Eingaben, Testaktionen, vorausgesagte Ergebnisse und Vorbedingungen für die Ausführung enthalten. [Nach IEEE 829]. Siehe auch Testspezifikation.
TestfallsuiteSiehe Testsuite.
TestfortschrittsberichtEin Dokument, das die Testaktivitäten und -ergebnisse zusammenfasst, und das in regelmäßigen Zeiträumen erstellt wird. Es berichtet über den Fortschritt der Testaktivitäten gegenüber einer definierten Vergleichsbasis (wie z.B. dem ursprünglichen Testkonzept) und kommuniziert Risiken und Alternativen, die eine Managemententscheidung erfordern.
TestgeneratorSiehe Testdateneditor und -generator.
TestgenerierungsschichtDie Schicht in einer generischen Testautomatisierungsarchitektur, die den manuellen oder automatisierten Entwurf von Testsuiten und/oder Testfällen unterstützt.
testgetriebene EntwicklungEin Entwicklungsvorgehen bei dem die Entwicklung der Testfälle und oft auch ihre Automatisierung vor der Entwicklung der Software erfolgen.
TestinfrastrukturDie organisatorischen Elemente, die für die Durchführung des Tests benötigt werden, bestehend aus Testumgebung, Testwerkzeugen, Büroräumen, Verfahren usw.
TestkomparatorWerkzeug zum automatischen Vergleich der tatsächlichen (Ist-) mit den vorausgesagten (Soll-) Ergebnissen.
TestkonzeptEin Dokument, das u.a. den Gültigkeitsbereich, die Vorgehensweise, die Ressourcen und die Zeitplanung der beabsichtigten Tests mit allen Aktivitäten beschreibt. Es identifiziert u.a. die Testobjekte, die zu testenden Features und die Testaufgaben. Es ordnet den Testaufgaben die Tester zu und legt den Unabhängigkeitsgrad der Tester fest. Es beschreibt die Testumgebung, die Testentwurfsverfahren und die anzuwendenden Verfahren zur Messung der Tests, und begründet deren Auswahl. Außerdem werden Risiken beschrieben, die eine Planung für den Fall des Eintretens erfordern. Ein Testkonzept ist somit die Niederschrift des Testplanungsprozesses. [Nach IEEE 829]
TestlaufDie Ausführung eines oder mehrerer Testfälle mit einer bestimmten Version des Testobjekts.
TestlaufprotokollSiehe Testprotokoll.
TestleistungsindikatorEine auf Effektivität und/oder Effizienz bezogene Metrik auf höherer Ebene, die zur Lenkung und Steuerung progressivem Testmanagements einer fortlaufenden Entwicklung des Testprozesses verwendet wird (z.B. Fehlerfindungsrate).
TestleitbildDer Zweck des Testens für eine Organisation, oft als Teil der Testrichtlinie dokumentiert. Siehe auch Testrichtlinie.
TestleiterSiehe Testmanager.
TestmanagementPlanung, Aufwandsschätzung, Überwachung und Kontrolle von Testaktivitäten, die üblicherweise durch einen Testmanager erfolgen.
TestmanagementwerkzeugEin Werkzeug, das das Management und die Steuerung eines Testprozesses unterstützt und verschiedene Leistungsmerkmale umfasst: Management der Testmittel, zeitliche Planung der Reihenfolge der durchzuführenden Tests, Protokollierung der Ergebnisse, Fortschrittsüberwachung, Fehler- und Abweichungsmanagement und Testabschlussberichterstattung.
TestmanagerDie Person, die für das Management der Testaktivitäten, der Testressourcen und für die Bewertung des Testobjekts verantwortlich ist. Zu den Aufgaben gehören Anleitung, die Steuerung, die Verwaltung, Planung und Regelung der Aktivitäten zur Bewertung des Testobjekts.
TestmengeSiehe Testsuite.
TestmittelAlle Artefakte, die während des Testprozesses erstellt werden und die erforderlich sind, um die Tests zu planen, zu entwerfen oder auszuführen. Dazu gehören: Dokumente, Skripte, Eingabedaten, erwartete Ergebnisse, Prozeduren zum Aufsetzen und Aufräumen von Testdaten, Dateien, Datenbanken, Umgebungen und weitere zusätzliche Software- und Dienstprogramme, die für das Testen verwendet werden. [Nach Fewster und Graham]
TestmodellEin Modell, das die Testmittel beschreibt, die zum Testen einer Komponente oder eines zu testenden Systems genutzt werden.
TestmonitorEin Softwarewerkzeug oder eine Hardwareeinheit, die parallel zu dem zu testenden System/der Komponente arbeitet und den Betrieb überwacht, aufzeichnet und/oder analysiert. [Nach IEEE 610]
TestobjektDie Komponente oder das System, welches getestet wird. Siehe auch Testelement.
TestobjektübergabeberichtSiehe Release Note.
TestorakelInformationsquelle zur Ermittlung der jeweiligen vorausgesagten Ergebnisse, die mit den tatsächlichen Ergebnissen einer Software im Test zu vergleichen sind. Anmerkung: Ein Testorakel kann ein existierendes System (als Benchmark), ein Benutzerhandbuch oder das Spezialwissen einer Person sein, sollte aber nicht der Code sein. [Nach Adrion]
TestphaseEine abgegrenzte Menge von Testaktivitäten, die einer Projektphase zugeordnet sind, z.B. Ausführungsaktivitäten einer Teststufe. [Nach Gerrard]
TestplanEine Liste von Aktivitäten, Aufgaben oder Ereignissen des Testprozesses, mit Angabe ihrer geplanten Anfangs- und Endtermine sowie ihrer gegenseitigen Abhängigkeiten.
TestplanungEine Aktivität im Testprozess zur Erstellung und Fortschreibung des Testkonzepts.
TestprotokollEine chronologische Aufzeichnung von Einzelheiten der Testausführung. [IEEE 829]
TestprotokollierungDer Prozess der Aufzeichnung von Informationen über durchgeführte Tests in einem Testprotokoll.
TestprozessDer fundamentale Testprozess umfasst die folgenden Aktivitäten: Planung und Steuerung, Analyse und Design, Realisierung und Durchführung, Bewertung und Berichterstattung sowie den Abschluss der Testaktivitäten.
TestprozessgruppeTeam von (Test-) Spezialisten, welche die Definition, Pflege und Verbesserung der von der Organisation verwendeten Prozesse fördern. [Nach CMMI]
TestprozessverbessererPerson, welche Verbesserungen am Testprozess auf der Grundlage des Testverbesserungskonzepts vornimmt.
TestprozessverbesserungEin Programm an Aktivitäten, um die Leistungsfähigkeit und Reife des Testprozesses einer Organisation zu verbessern, und die Ergebnisse eines solchen Programms.
TestprozessverbesserungsmanifestAngelehnt an das agile Manifest. Definiert die Werte für die Verbesserung des Testprozesses. Diese Werte sind: - Flexibilität ist wichtiger als detaillierte Prozesse - Bewährte Verfahren sind wichtiger als Vorlagen. - Ausrichtung auf die Lieferung ist wichtiger als Prozessorientierung - Peer Reviews sind wichtiger als (Abteilungen für) Qualitätssicherung - Fokus auf das Geschäft ist wichtiger als Fokus auf das Modell. [Veenendaal08].
TestpunktanalyseEine formelbasierte Schätzmethode für das Testen auf Grundlage der Funktionspunktanalyse. [TMap]
TestrahmenEine Testumgebung, die aus den für die Testausführung benötigten Treibern und Platzhaltern besteht.
TestrealisierungProzess der Entwicklung und Priorisierung von (konkreten) Testfällen, Erstellung von Testdaten und, optional, Vorbereitung von Testrahmen und Schreiben von automatisierten Testskripten.
TestreproduzierbarkeitDie Eigenschaft eines Tests, bei jeder Testausführung die gleichen Ergebnisse zu erzeugen.
TestrichtlinieEin Dokument, das auf hohem Abstraktionsniveau die Prinzipien, den Ansatz und die wichtigsten Ziele einer Organisation in Bezug auf das Testen zusammenfasst.
TestschätzungErmittelte Näherung eines Ergebnisses zu einem Aspekt des Testens (z.B. Aufwand, Endzeitpunkt, erforderliche Kosten, Anzahl der Testfälle usw.), das auch dann brauchbar ist, wenn die Eingabedaten unvollständig, unsicher oder gestört sind.
TestsituationSiehe Testbedingung.
TestsitzungEin ununterbrochener Zeitraum, der mit Testdurchführung verbracht wird. Beim explorativen Testen konzentriert sich jede Sitzung auf eine Test-Charta, aber die Tester können in dieser Zeit auch neue Möglichkeiten oder Angelegenheiten erkunden. Der Tester erstellt Testfälle und führt sie durch und hält deren Fortschritt fest. Siehe auch exploratives Testen.
TestskriptBezeichnet üblicherweise eine Testablaufspezifikation, insbesondere eine automatisierte.
TestsollEine Menge von Testendekriterien.
TestspezifikationEin Dokument, das aus der Testentwurfspezifikation, der Testfallspezifikation und/oder der Testablaufspezifikation besteht.
TestspezifikationsverfahrenSiehe Testentwurfsverfahren.
TeststeuerungAls Teststeuerung bezeichnet man die Managementaufgabe zur Entwicklung und Anwendung von Korrekturmaßnahmen, um in einem Testprojekt eine Abweichung vom geplanten Vorgehen zu beherrschen. Siehe auch Testmanagement.
TeststrategieAbstrakte Beschreibung der vorgesehenen Teststufen und der Art und Weise, wie innerhalb dieser Teststufen vorzugehen ist, für eine Organisation oder ein Programm - gültig für ein oder mehrere Projekte.
TeststufeEine Teststufe ist eine Gruppe von Testaktivitäten, die gemeinsam ausgeführt und verwaltet werden. Teststufen sind mit Zuständigkeiten in einem Projekt verknüpft. Beispiele für Teststufen sind der Komponententest, der Integrationstest, der Systemtest und der Abnahmetest. [Nach TMap]
TestsuiteDie Zusammenstellung (Aggregation) mehrerer Testfälle für den Test einer Komponente oder eines Systems, bei der Nachbedingungen des einen Tests als Vorbedingungen des folgenden Tests genutzt werden können.
TestszenarioSiehe Testablaufspezifikation.
TesttreiberSiehe Treiber.
TestüberdeckungSiehe Überdeckungsgrad.
TestüberwachungEine Testmanagementaufgabe, die sich auf die periodische Überwachung des Testfortschritts bezieht. In der Testabschlussberichterstattung wird die tatsächliche Situation mit dem Plan verglichen. Siehe auch Testmanagement.
TestumgebungEine Umgebung, die benötigt wird, um Tests auszuführen. Sie umfasst Hardware, Instrumentierung, Simulatoren, Softwarewerkzeuge und andere unterstützende Hilfsmittel. [Nach IEEE 610]
TestunterbrechungskriterienDie Kriterien, die verwendet werden, um temporär sämtliche oder einen Teil der Testaktivitäten zu stoppen. [Nach IEEE 829]
TestverbesserungskonzeptEin Konzept zur Verbesserung des Testprozesses, das auf einem umfassenden Verständnis der Stärken und Schwächen des bestehenden Testprozesses basiert und beschreibt, wie die Verbesserungsziele erreicht werden können. [Nach CMMI]
TestverfahrenSiehe Testentwurfsverfahren.
TestvergleichDer Prozess der Identifikation von Unterschieden zwischen den tatsächlichen und vorausgesagten Ergebnissen für einen Testfall. Ein Vergleich der Ergebnisse kann während des Tests oder nach dem Test durchgeführt werden.
TestvorgehensweiseDie Umsetzung einer Teststrategie in einem spezifischen Projekt. Typischerweise enthält sie die getroffenen Entscheidungen zur Erreichung der (Test-)Projektziele, die Ergebnisse der Risikoanalyse, die Testentwurfsverfahren, die Endekriterien und die geplanten durchzuführenden Tests (Testarten).
TestvorrichtungSiehe Testumgebung.
TestwerkzeugEin Werkzeug, das eine oder mehrere Testaktivitäten, wie Planung und Steuerung, Spezifikation, Erstellung von Testdaten, Testdurchführung und Bewertung, unterstützt. [TMap] Siehe auch CAST.
TestzielEin Grund oder Zweck für den Entwurf und die Ausführung von Tests.
TestzyklusDurchführung des Testprozesses für ein einzelnes bestimmtes Release des Testobjekts.
TMMiAkronym für Test Maturity Model Integration.
Toleranz gegen FehleingabenDie Fähigkeit eines Systems oder einer Komponente, das spezifizierte Leistungsniveau trotz Fehleingaben beizubehalten. [Nach IEEE 610]
Top-Down-IntegrationstestEin inkrementeller Ansatz zum Integrationstest, bei dem die Komponenten an der Spitze der Komponentenhierarchie zuerst getestet werden und die Komponenten der unteren Hierarchieebenen durch Platzhalter simuliert werden. Getestete Komponenten werden verwendet, um die Komponenten der darunterliegenden Ebenen zu testen. Dieser Prozess wird solange wiederholt, bis die Komponenten der untersten Ebene getestet wurden. Siehe auch Integrationstest.
Total Quality ManagementAuf der Mitwirkung aller Mitarbeiter beruhender Managementansatz einer Organisation, der Qualität in den Mittelpunkt stellt und durch Zufriedenstellung der Kunden auf langfristigen Geschäftserfolg sowie auf Nutzen für die Mitglieder des Unternehmens und für die Gesellschaft zielt. Das Total Quality Management beinhaltet Planung, Organisation, Führung, Kontrolle und Absicherung. [Nach ISO 8402]
toter CodeSiehe unerreichbarer Code.
TPAAkronym für Testpunktanalyse.
TPGAkronym für Testprozessgruppe.
TPI NextEin durchgängiges Rahmenwerk für die Testprozessverbesserung, das die Schlüsselelemente eines effektiven und effizienten Testprozesses beschreibt.
TQMAkronym für Total Quality Management.
TransaktionsanalyseDie Analyse von Transaktionen zwischen Personen und im menschlichen Bewusstsein. Eine Transaktion ist dabei definiert als ein Auslöser und eine Antwort. Transaktionen finden zwischen Personen statt und zwischen den Ego-Zuständen (Persönlichkeitsbereichen) innerhalb des Bewusstseins einer einzelnen Person.
transzendenzbasierte QualitätEine Qualitätsdarstellung, bei der Qualität nicht genau definiert werden kann, aber man erkennt, wenn sie vorhanden ist, und man nimmt ihre Abwesenheit wahr. Qualität hängt ab von der Wahrnehmung und den Gefühlen von Einzelpersonen oder Personengruppen für ein Produkt. [Nach Garvin] Siehe auch benutzerbasierte Qualität, herstellungsbasierte Qualität, produktbasierte Qualität, wertbasierte Qualität.
TreiberEin Testwerkzeug, das eine zu testende Komponente/ein System aufruft und/oder steuert. [Nach TMap]
U
ÜberdeckungsanalysatorEin Werkzeug, welches objektiv misst, zu welchem Grad die Strukturelemente durch eine Testsuite ausgeführt werden.
ÜberdeckungsanalyseDie Messung der erreichten Überdeckung für ein spezifiziertes Überdeckungselement während der Testausführung. Sie misst mit Bezug auf ein vorher festgelegtes Kriterium, um festzustellen, ob zusätzliches Testen nötig ist, und sofern dies der Fall ist, welche Testfälle noch notwendig sind.
ÜberdeckungselementEine Einheit oder eine Eigenschaft als Basis für den Überdeckungsgrad, z.B. Äquivalenzklasse oder Anweisung auf Implementierungsebene.
ÜberdeckungsgradDer Grad, ausgedrückt in Prozent, zu dem ein spezifiziertes Überdeckungselement (z.B. Zweig) durch eine Testsuite ausgeführt wurde.
ÜberdeckungsmessungswerkzeugSiehe Überdeckungsanalysator.
ÜbernahmetestSiehe Smoke-Test.
ÜbertragbarkeitDie Einfachheit, mit der eine Software von einer Hardware- oder Softwareumgebung in eine andere übertragen werden kann. [ISO 9126]
UmgebungsintegrationstestEine Form des Intergrationstests, bei der all diejenigen Knoten Basis für den Integrationstest sind, die mit einem vorgegebenen Knoten verbunden sind.
unabhängiges TestenDas Trennen der Verantwortungen von Analyse/Entwicklung und Test, um unvoreingenommenes Testen zu fördern. [Nach DO-178b]
unerreichbarer CodeCode, der nicht erreicht werden kann und deshalb nicht ausgeführt werden kann.
UnitSiehe Komponente.
UnittestSiehe Komponententest.
Unittest-FrameworkEin Werkzeug, das eine Umgebung für einen Komponententest bereitstellt. In dieser Umgebung wird die Komponente isoliert oder mit geeigneten Treibern und Platzhaltern getestet. Darüber hinaus wird dem Entwickler zusätzliche Unterstützung (z.B. Debugging) zur Verfügung gestellt. [Graham]
Unternehmens-DashboardEine übersichtliche Darstellung der derzeitigen Unternehmensperformanzdaten. Siehe auch balanced scorecard, dashboard.
UntersuchungseffektDer Effekt/der Einflussnahme auf eine Komponente oder ein System durch die Messung, z.B. durch ein Lasttestwerkzeug oder durch einen Monitor. So kann sich etwa die Performanz verschlechtern, wenn ein Lasttestwerkzeug verwendet wird.
UrsachenanalyseDie Analyse von Fehlerzuständen mit dem Zweck, ihre Grundursachen zu bestimmen. [CMMI]
Ursache-Wirkungs-AnalyseSiehe Ursache-Wirkungs-Graph.
Ursache-Wirkungs-DiagrammEine graphische Darstellung zur Organisation und Darstellung der Zusammenhänge verschiedener möglicher Ursachen eines Problems . Mögliche Gründe einer echten oder potentiellen Fehlerursache oder -wirkung sind in Kategorien und Subkategorien einer horizontalen Baumstruktur organisiert, deren Wurzelknoten die (potentielle) Fehlerursache/-wirkung darstellt. [Nach Juran]
Ursache-Wirkungs-EntscheidungstabelleSiehe Entscheidungstabelle.
Ursache-Wirkungs-GraphEine graphische Darstellung der Eingaben und/oder Auslöser (Ursachen) und der zugeordneten Ausgaben (Wirkungen), die für den Entwurf von Testfällen verwendet werden können.
Ursache-Wirkungs-Graph-AnalyseEin Black-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem die Testfälle unter Nutzung des Ursache-Wirkungs-Graphen entworfen werden. [BS 7925/2]
User-StoryEine in Alltags- oder Geschäftssprache formulierte Benutzer- oder Geschäftsanforderung auf hoher Abstraktionsebene. User-Storys werden oft in der agilen Softwareentwicklung benutzt und erfassen die Funktionalität, welche ein Benutzer benötigt, nicht-funktionale Kriterien und auch Abnahmekriterien. Siehe auch agile Softwareentwicklung, Anforderung.
User-Story-basiertes TestenEin Black-Box-Testverfahren, bei welchem Testfälle auf Basis von User-Storys entworfen werden, um deren korrekte Implementierung zu verifizieren. Siehe User-Story.
V
ValidierungBestätigung durch Bereitstellung eines objektiven Nachweises, dass die Anforderungen für einen spezifischen beabsichtigten Gebrauch oder eine spezifische beabsichtigte Anwendung erfüllt worden sind. [ISO 9000]
VariableEin Speicherelement in einem Computer, das innerhalb eines Softwareprogramms über seinen Namen angesprochen werden kann.
VerfügbarkeitDer Grad, zu dem eine Komponente oder ein System im operativen Betrieb bzw. für die Nutzung zur Verfügung steht. [IEEE 610] Siehe auch Zuverlässigkeit.
Vergleich (nach Ausführung)Vergleich des aktuellen mit dem vorausgesagten Ergebnis. Der Vergleich erfolgt nach Abschluss der Testdurchführung.
VerifizierungBestätigung durch Bereitstellung eines objektiven Nachweises, dass festgelegte Anforderungen erfüllt worden sind. [ISO 9000]
verkürzte AuswertungEine Programmiersprachen/Interpreter-Technik für die Auswertung von zusammengesetzten Bedingungen, bei welcher eine Bedingung auf der einen Seite eines logischen Operators nicht ausgewertet wird, falls die Bedingung auf der anderen Seite ausreicht, um das Endergebnis zu bestimmen.
VerschlüsselungDas Kodieren von Information, so dass nur Beteiligte mit Berechtigung die Originalinformation zurückgewinnen können, meistens mithilfe eines speziellen Dekodierungs-Schlüssels oder -Prozesses.
VersionskontrolleSiehe Konfigurationskontrolle.
VerständlichkeitDie Fähigkeit eines Softwareprodukts, den Benutzer in die Lage zu versetzen zu verstehen, ob die Software geeignet ist, und wie sie für für eine bestimmte Aufgabe und Benutzungsbedingungen brauchbar ist. [ISO 9126] Siehe auch Benutzbarkeit.
vertikale RückverfolgbarkeitDie Rückverfolgung von Anforderungen durch die Ebenen der Entwicklungsdokumentation bis zu den Komponenten.
V-ModellVorgehensmodell für die Softwareentwicklung, um die Aktivitäten des Software-Entwicklungslebenszyklus von der Anforderungsspezifikation bis zur Wartung zu beschreiben. Das V-Modell stellt dar, wie Prüf- und Testaktivitäten in jede Phase des Software-Entwicklungslebenszyklus integriert und die Zwischenprodukte geprüft (validiert und verifiziert) werden können. Anmerkung: Hier ist das allgemeine Vorgehensmodell von Barry Boehm gemeint.
vollständiger TestSiehe erschöpfender Test.
VolumentestEin Test, bei dem große Datenvolumen manipuliert werden oder das System durch große Datenmengen beansprucht wird. Siehe auch Test der Ressourcennutzung, Lasttest, Stresstest.
vorausgesagtes ErgebnisDas Verhalten eines Systems oder einer Komponente unter festgelegten Bedingungen, das durch die Spezifikation oder durch eine andere Quelle festgelegt ist. Siehe auch Testorakel.
VorbedingungBedingungen an den Zustand des Testobjekts und seiner Umgebung, die vor der Durchführung eines Testfalls oder Testablaufs erfüllt sein müssen.
VortestSiehe Testeingangsprüfung.
W
WalkthroughEine schrittweise Präsentation eines Dokuments durch den Autor, um Informationen zu sammeln und ein gemeinsames Verständnis des Inhalts aufzubauen. [Freedman und Weinberg], [IEEE 1028] Siehe auch Peer Review.
WAMMIAkronym für Website Analysis and MeasureMent Inventory.
Wartbarkeit/ÄnderbarkeitDie Leichtigkeit, mit der ein Softwareprodukt zur Korrektur von Fehlerzuständen, wegen neuer Anforderungen, zur Verbesserung der Wartung oder zur Anpassung an eine veränderte Umgebung geändert werden kann. [ISO 9126]
WartbarkeitstestTesten, um die Änderbarkeit eines Softwareprodukts zu bestimmen.
WartungModifikation eines Softwareprodukts nach seiner Auslieferung, um Fehlerzustände zu korrigieren, die Performanz oder andere Merkmale zu verbessern oder das Produkt für eine andere Umgebung zu adaptieren. [IEEE 1219]
WartungstestTesten der Änderungen an einem laufenden System oder der Auswirkungen einer geänderten Umgebung auf ein laufendes System.
webseitenübergreifendes SkriptenEine Sicherheitsschwachstelle, die es Angreifern erlaubt, bösartigen Code in eine ansonsten gutartige Webseite einzufügen [NIST.IR.7298].
wertbasierte QualitätEine Qualitätsdarstellung, bei der Qualität durch den Preis bestimmt wird. Produkte oder Dienstleistungen sind von guter Qualität, wenn sie die gewünschte Leistung für akzeptable Kosten erbringen. Qualität wird in einem Entscheidungsprozess mit Stakeholdern durch die Abwägung der zeitlichen Aufwands- und Kosten-Aspekte bestimmt. Siehe auch benutzerbasierte Qualität, herstellungsbasierte Qualität, produktbasierte Qualität, transzendenzbasierte Qualität.
WertebereichDie Menge, aus der gültige Eingabe- und/oder Ausgabewerte gewählt werden.
WertebereichsanalyseEin Black-Box-Testentwurfsverfahren zur Ermittlung von effizienten und effektiven Testfällen, wenn mehrere Variablen zusammen getestet werden können oder sollen. Es basiert auf Äquivalenzklassenbildung und Grenzwertanalyse, und verallgemeinert diese Verfahren. Siehe auch Grenzwertanalyse, Äquivalenzklassenbildung.
White-Box-TestEin Test, der auf der Analyse der internen Struktur einer Komponente oder eines Systems basiert.
White-Box-TestentwurfsverfahrenEin dokumentiertes Verfahren zur Herleitung und Auswahl von Testfällen, basierend auf der internen Struktur einer Komponente oder eines Systems.
White-Box-VerfahrenSiehe White-Box-Testentwurfsverfahren.
Wiederaufnahme-AnforderungenDie definierte Menge von Aktivitäten, welche wiederholt werden muss, wenn das Testen nach einer Unterbrechung wiederaufgenommen wird. [Nach IEEE 829]
WiederaufnahmekriterienDie Testaktivitäten, die wiederholt werden müssen, nachdem ein unterbrochener Test wiederaufgenommen wird. [Nach IEEE 829]
WiederherstellbarkeitDie Fähigkeit eines Softwareprodukts, bei einer Fehlerwirkung das spezifizierte Leistungsniveau des Systems wiederherzustellen und die direkt betroffenen Daten wiederzugewinnen. [ISO 9126] Siehe auch Zuverlässigkeit.
WiederherstellbarkeitstestTesten, um die Wiederherstellbarkeit eines Softwareprodukts zu ermitteln. Siehe auch Zuverlässigkeitstest.
WiederherstellungstestSiehe Wiederherstellbarkeitstest.
wilder ZeigerEin Zeiger, der auf eine Speicherstelle verweist, die außerhalb des Gültigkeitsbereichs dieses Zeigers ist oder die nicht existiert. Siehe auch Zeiger.
X
XPAkronym für Extreme Programming.
Z
ZeigerEin Datenelement, das die Adresse eines anderen Datenelements enthält, zum Beispiel ein Datenelement, das die Adresse des nächsten zu verarbeitenden Mitarbeitersatzes enthält. [IEEE 610]
ZeitverhaltenSiehe Performanz.
ZertifizierungDer Prozess der Bestätigung, dass Komponenten, Systeme oder Personen die für sie spezifizierten Anforderungen erfüllen, z.B. durch Bestehen einer Prüfung.
ZufallstestEin Black-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem Testfälle, unter Umständen unter Verwendung eines pseudozufälligen Generierungsalgorithmus, ausgewählt werden, um einem Nutzungsprofil in der Produktivumgebung zu entsprechen.
ZugänglichkeitstestTesten, um festzustellen, inwieweit Benutzer mit besonderen Bedürfnissen in der Lage sind, eine Komponente oder ein System zu benutzen. [Gerrard]
ZugriffssicherheitstestDie Durchführung von Tests, um die Sicherheit (im Sinne von Zugriffsschutz) eines Softwareprodukts zu bestimmen. Siehe auch Funktionalitätstest.
zusammengesetzte BedingungZwei oder mehrere einfache Bedingungen, die durch logische Operatoren (AND, OR oder XOR) miteinander verknüpft werden (z.B. A>B AND C>1000).
ZustandsautomatEin Berechnungsmodell, bestehend aus einer endlichen Anzahl von Zuständen und Zustandsübergängen, ggf. mit begleitenden Aktionen. [IEEE 610]
zustandsbasierter TestEin Black-Box-Testentwurfsverfahren, mit dem Testfälle entworfen werden, um gültige und ungültige Zustandsübergänge zu prüfen. Siehe auch N-Switch-Test.
ZustandsdiagrammEin Diagramm, das die Zustände beschreibt, die ein System oder eine Komponente annehmen kann, und die Ereignisse bzw. Umstände zeigt, die einen Zustandswechsel verursachen und/oder ergeben. [IEEE 610]
ZustandstestSiehe zustandsbasierter Test.
ZustandsübergangEin Übergang zwischen zwei Zuständen einer Komponente oder eines Systems.
ZustandsübergangstabelleEine Tabelle, die für jeden Zustand in Verbindung mit jedem möglichen Ereignis die resultierenden Übergänge darstellt. Das können sowohl gültige als auch ungültige Übergänge sein.
ZuverlässigkeitEine Menge von Merkmalen, die sich auf die Fähigkeit einer Software/eines Systems beziehen, ihr/sein Leistungsniveau unter festgelegten Bedingungen über einen festgelegten Zeitraum oder über eine festgelegte Anzahl von Transaktionen zu bewahren. [ISO 9126]
ZuverlässigkeitstestTesten, um die Zuverlässigkeit eines Softwareprodukts zu bestimmen.
ZuverlässigkeitswachstumsmodellEin Modell, das ein auf Fehlerbehebungen begründetes Wachstum der Zuverlässigkeit einer Komponente oder eines Systems im Zeitverlauf zeigt.
ZweigEin Basisblock, der zur Ausführung ausgewählt werden kann, basierend auf einem Programmkonstrukt, bei dem einer von zwei oder mehreren alternativen Pfaden möglich ist. Z.B. case, if-then-else.
ZweigbedingungSiehe (logische) Bedingung.
ZweigbedingungskombinationstestenSiehe Mehrfachbedingungstest.
ZweigbedingungskombinationsüberdeckungSiehe Mehrfachbedingungsüberdeckung.
ZweigbedingungsüberdeckungSiehe Bedingungsüberdeckung.
ZweigtestEin White-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem die Testfälle so entworfen werden, dass die Zweige durchlaufen werden.
ZweigüberdeckungDer Anteil der Zweige, die durch eine Menge von Testfällen ausgeführt wurden. Anmerkung: 100% Zweigüberdeckung schließt sowohl 100% Entscheidungsüberdeckung als auch 100 % Anweisungsüberdeckung ein.
zyklomatische KomplexitätDie maximale Anzahl der linear unabhängigen Pfade in einem Programm. Die zyklomatische Komplexität kann wie folgt berechnet werden: L - N + 2P, wobei L: Anzahl der Kanten eines Kontrollflussgraphen N: Anzahl der Knoten eines Kontrollflussgraphen P: Anzahl der Verbundkomponenten eines Kontrollflussgraphen (z.B. ein aufgerufener Kontrollflussgraph oder eine Unterroutine). [Nach McCabe]
zyklomatische ZahlSiehe zyklomatische Komplexität.